Arbeiten laufen auf Hochtouren. Derzeit sind zwölf Firmen mit 63 Arbeitern beschäftigt, die örtliche Bauaufsicht mit fünf Mitarbeitern vor Ort und mehrere Zivilingenieurbüros im Einsatz.

Von Richard Vogler. Erstellt am 02. Mai 2019 (03:26)
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Zukunft. Die Fahrspuren werden verbreitert und in der Fahrspurmitte wird es eine Betonleitschiene geben.
Grafik: Asfinag

BVZ

Der Spatenstich für das 144 Millionen Euro-teure Projekt „Sicherheitsausbau der S31“ ging am 18. März über die Bühne. Dabei wird im Bereich von den Anschlussstellen Knoten Mattersburg bis Weppersdorf/St. Martin die Fahrbahn verbreitert, neue Pannenbuchten errichtet und die Richtungsfahrbahnen mit einer Betonleitwand getrennt.

Die Arbeiten laufen mittlerweile auf Hochtouren. Derzeit sind zwölf Firmen mit 63 Arbeitern beschäftigt, die örtliche Bauaufsicht ist mit fünf Mitarbeitern ständig vor Ort und mehrere Zivilingenieurbüros sind zeitweise im Einsatz. Die Bauarbeiten sind in drei Abschnitte gegliedert (siehe Grafik rechte Seite).

„Im ersten Abschnitt wird derzeit sehr intensiv an vielen Punkten gleichzeitig gearbeitet. Gearbeitet wird an Brückenobjekten, der Erdbau hat begonnen, ebenso der Bau der Straßenentwässerung. Weiters laufen gerade die Vorbereitungen für die Spezialtiefbauarbeiten“, heißt es seitens der ASFINAG. „Während der Bauarbeiten steht den Verkehrsteilnehmern eine Fahrspur je Fahrtrichtung zur Verfügung. In einzelnen Bauphasen ist es uns möglich, auf einer Richtungsfahrbahn zwei Fahrspuren aufrecht zu erhalten.“

Vier Talübergänge werden neu errichtet

Insgesamt 24 Brücken werden saniert, die vier größeren Talübergänge werden komplett neu errichtet. Dies wird nach der dritten Bauphase, ab 2022, umgesetzt. Im Konkreten wird bei jedem Talübergang eine zweite Brücke errichtet, so dass nach Fertigstellung zwei baulich getrennte Brücken mit jeweils zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung zur Verfügung stehen. Eine Mitteltrennung wird im ersten Bauabschnitt auch schon bei den Talübergängen Sieggraben errichtet. Bis die neuen Brücken fertig sind, stehen bei diesen Talübergängen bergauf zwei Spuren und bergab eine Spur zur Verfügung. Damit gewährleistet die ASFINAG Pkw-Lenkern-Lenkern bis zum Vollausbau sichere Überholmöglichkeiten von langsam fahrenden Lkw.

Mit der Fahrspurverbreiterung und der Mittelleitschiene soll es zu einer Erhöhung der Geschwindigkeitsbegrenzung (bislang sind dort 100 km/h erlaubt) kommen. „Ich gehe davon aus, dass man dann dort 130 km/h fahren kann“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil im Rahmen der Pressekonferenz zum Baustart. Dies müstte von den Behörden umgesetzt werden, wobei noch zu klären ist, ob dies im Bereich der Brücken auch umgesetzt werden könnte.

Kernpunkt des Großprojektes ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit. In den vergangenen fünf Jahren ist das Verkehrsaufkommen auf der S 31 in diesem Bereich jährlich um rund drei Prozent gestiegen. In diesem Zeitraum passierten dort zwölf Frontalunfälle, drei davon endeten tödlich. Die bauliche Mitteltrennung schließt das Risiko derartiger Unfälle aus.