Motocrossfahrer verletzte Waldbesitzer

Zehn Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung. An den Waldbesitzer muss der Angeklagte 8.800 Euro bezahlen.

Erstellt am 31. Oktober 2021 | 06:39
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Foto: APA (Symbolbild)

Wie jetzt bekannt wurde, ist bereits Ende Juni 2021 das Urteil im Strafprozess gegen einen 35-jährigen Mann aus dem Bezirk Oberpullendorf ergangen. Der Mann hatte einen 61-jährigen Waldbesitzer am 6. Dezember 2020 schwer verletzt. Der 35-Jährige war mit einem Freund auf Motorrädern im Wald unterwegs gewesen.

Hinter einem Baum sei der 61-jährige Waldbesitzer gestanden und habe Anstalten gemacht, die Motocross-Fahrer zu filmen. Er sei von dem 61-Jährigen gestoßen worden, hatte der Angeklagte am ersten Prozesstag im April behauptet.

Beinahe sei er gestürzt, er habe das Motorrad wieder aufrichten können und sei weitergefahren. Von der schweren Verletzung des Opfers habe er erst aus den Medien erfahren. Der als Zeuge befragte Waldbesitzer hatte den Vorfall anders geschildert. Das Motorrad des 35-Jährigen sei aufgrund eines Fahrfehlers „waagrecht“ auf ihn zugekommen, da habe es schon „geklescht“ und er sei durch die Luft geflogen. Danach sei der Motocrossfahrer aufgesprungen und davongefahren.

„Auf einmal kam der Knochen heraus“

Im Schock habe er aufstehen wollen, so der Waldbesitzer. „Auf einmal machte es krach und der Knochen kam heraus.“ An den Folgen des offenen Schien- und Wadenbeinbruchs leide er noch immer, hatte der Waldbesitzer berichtet.

Richterin Karin Lückl ließ durch einen chirurgischen Sachverständigen klären, wie es zu der Verletzung des Waldbesitzers gekommen war.

Dabei stellte sich heraus, dass ein massiver Schlag zu den Verletzungen geführt haben muss.

Den Schilderungen des angeklagten Motocross-Fahrers wurde in weiterer Folge kein Glauben mehr geschenkt.

Der 35-Jährige wurde zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. An den Waldbesitzer muss er 8.800 Euro Schmerzensgeld bezahlen.