Sanierung der Neuen Mittelschule erst 2021

Der Finanzierungsbedarf der Stadtgemeinde ist um zwei Millionen Euro höher als ursprünglich geschätzt. Das Land gab kein grünes Licht für eine Kredit-Aufstockung, daher wurde der Baustart auf nächstes Jahr verschoben.

Erstellt am 05. Juni 2020 | 10:45
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Die Pläne zur Sanierung der Neuen Mittelschule und Zentralmusikschule können erst ab nächstem Jahr in die Tat umgesetzt werden. Bürgermeister Rudolf Geißler - im Bild mit Amtmann Christian Stibi - hatte bis zuletzt auf einen Baustart im heurigen Sommer gehofft.
Foto: Michaela Grabner

Wäre alles plangemäß verlaufen, dann hätte im heurigen Sommer der Baustart für die Sanierung der Neuen Mittelschule und der Zentralmusikschule Oberpullendorf stattfinden sollen. Nachdem die auf die erste Ausschreibung eingelangten Anbote einen Mehrbedarf von 1,9 Millionen Euro gegenüber den ursprünglich Schätzkosten bedeutet hätten, wurde seitens der Stadtgemeinde der Baubeginn zunächst auf 2020 verschoben und im Oktober 2019 eine neuerliche Ausschreibung durchgeführt.

Nach dieser Neuausschreibung beläuft sich der Finanzierungsaufwand für die Stadtgemeinde nunmehr auf rund 7,4 Millionen Euro. Seitens der Gemeinde war daher eine Anfrage ans Land ergangen, ob die Haftungsübernahme der Gemeinde für den Kredit der Kommanditerwerbsgesellschaft, über die das Projekt abgewickelt werden soll, aufsichtsbehördlich genehmigt wird, wenn der Kredit um zwei Millionen Euro aufgestockt wird. Das Land hat der Erhöhung der Haftungsübernahme aber nicht zugestimmt, weil die finanzielle Vertretbarkeit aufgrund der Auswirkungen von Covid 19 und den damit verbundenen verminderten Einnahmen bei gleichzeitig erhöhten Projektkosten nicht gegeben sei.

„Ohne Corona-Krise wäre das Projekt möglich gewesen. Ich habe bis zuletzt gehofft, dass wir mit dem Projekt anfangen können“, meinte Bürgermeister Rudolf Geißler bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch, bei der die Auftragsvergaben für die Baumaßnahmen stattfinden hätten sollen.

Der Gemeinderat hat aber ebenso wie der Beirat der Kommanditerwerbsgesellschaft einstimmig beschlossen, den Projektstart für die Sanierung der Neuen Mittelschule auf Mai 2021 zu verschieben. Außerdem sollen betreffend der ausgeschriebenen Arbeiten Verhandlungen geführt werden, die Zuschlagsfrist um ein Jahr zu verlängern und der Mittelfristige Finanzplan aufgrund allfälliger Entwicklungen überarbeitet werden. „Wir können uns die Schule derzeit nicht leisten“, meinte auch Vizebürgermeisterin Elisabeth Trummer. „Vielleicht kann man mit den Architekten weitere Einsparungen finden oder vielleicht können wir etwas auf Etappen machen.“