Dorferneuerung: 484.789 Euro für den Bezirk Neusiedl. In der aktuellen Förderperiode seit 2014 wurden bereits sechs Projekte genehmigt. Neun weitere, darunter der Dorfplatz Dörfl, wurden zur Förderung eingereicht.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 30. August 2017 (11:39)
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Dorfplatz in Dörfl
Paradebeispiel für Dorferneuerung: Bürgermeisterin Klaudia Friedl und Landesrätin Verena Dunst freuen sich über die gelungene Gestaltung des neuen Dorfplatzes in Dörfl.
Grabner

Gemeinsam mit dem Zubau des Feuerwehrhauses wird der neue Dorfplatz in Dörfl am 16. September feierlich gesegnet. „Im Rahmen der Dorferneuerung haben wir vor vielen Jahren begonnen, zu analysieren, was wir brauchen.

Die Ortsbevölkerung von Dörfl hat sich einen Ortszentrum gewünscht. Der neue Dorfplatz ist das Ergebnis vieler Besprechungen und Sitzungen. Er soll das Miteinander von Musikverein, Feuerwehr und dem Kulturgut Alte Schmiede symbolisieren und ein Ort der Begegnung sein“, erklärt Bürgermeisterin Klaudia Friedl.

400.000 Euro Gesamtkosten

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 400.000 Euro. Im Rahmen der Dorferneuerung darf man mit einer Förderung in Höhe von etwa 100.000 Euro rechnen. Der Dorfplatz in Dörfl ist eines von neun Projekten, die in der laufenden Förderperiode von 2014 bis 2020 aus dem Bezirk eingereicht wurden.

Sechs weitere wurden bereits genehmigt, nämlich die Neugestaltung des Elisabethparks in Kobersdorf, der Generationenplatz und Seniorenfitnesspark in Neutal, der Veranstaltungsplatz vor dem Gemeindezentrum im Steinberg, der Dorfplatz Unterfrauenhaid, die Trendsportanlage - Funcourt Nikitsch sowie der Umbau und die Sanierung der Aufbahrungshalle am Friedhof in Stoob. In Summe wurden dafür 484.789,54 Euro genehmigt.

„Wir fördern solche Projekte wie den Dorfplatz in Dörfl nicht nur, weil sie schön sind, sondern weil sie zusammenführen. Wenn man allein sein Schicksal tragen muss, das ist schwierig. Wenn man sich mit jemand austauschen kann, entsteht Hilfe und Verständnis“, so die zuständige Landesrätin Verena Dunst.

Dorfküchen sollen entstehen

Sie legt einerseits besonderen Wert auf generations- und dorfübergreifende Projekte, andererseits darauf, dass die Bevölkerung mit an Bord ist. „Die Menschen müssen selbst wissen, was sie brauchen oder was fehlt. Daher verlange ich von den Gemeinden immer eine Befragung der Bevölkerung“, so Dunst. Ab 1. Oktober werden im Rahmen der Dorferneuerung neue Fördermöglichkeiten für Nahversorger und Buschenschenken angeboten (siehe auch Seite 10).

Außerdem plant Landesrätin Verena Dunst ein Projekt zur Versorgung von älteren und nicht mehr mobilen Menschen mit Essen. Dafür sollen in leerstehenden Gebäuden in den Gemeinden Dorfküchen eingerichtet werden, wo gemeinsam gekocht werden kann.