ÖVP fordert Garantie für Geburtenstation. Der vorliegende Entwurf zum Regionalen Strukturplan Gesundheit - Burgenland 2025 sieht eine Verlagerung der geburtshilflichen Versorgung vom Krankenhaus Oberpullendorf ins Krankenhaus Oberwart vor. ÖVP-Bezirksparteiobmann Niki Berlakovich und ÖVP-Landtagsabgeordneter Patrik Fazekas fordern das Land auf, dieses Vorhaben zu stoppen.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 28. Januar 2021 (12:18)
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Klares Nein zur Schließung. Die ÖVP Mittelburgenland mit Patrik Fazekas und Niki Berlakovich fordert eine Garantie für eine vollwertige Geburtenstation im Krankenhaus Oberpullendorf.
BVZ

Ein klares Nein zur Schließung der Geburtshilfe im Krankenhaus Oberpullendorf kommt von der ÖVP. „Dieses Vorhaben muss gestoppt werden. Wir brauchen in der Region eine vollwertige Geburtenstation", kritisieren ÖVP-Bezirksparteiobmann Niki Berlakovich und ÖVP-Landtagsabgeordneter Patrik Fazekas. Sie fordern von der Landesregierung, dass die Geburtenstation im Krankenhaus Oberpullendorf im vollen Umfang beibehalten wird.

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„Das Krankenhaus Oberpullendorf ist eine wichtige Gesundheitseinrichtung im Bezirk. Wir brauchen eine umfassende Gesundheitsversorgung für die Menschen – vom Baby bis zu Oma und Opa“, sagt Berlakovich. Und Fazekas ergänzt: "Uns haben bereits viele besorgte Bürger kontaktiert, da sie von einer geplanten Schließung der Geburtenstation gehört haben. Der Regionale Strukturplan Gesundheit 2025 wird mit großer Verzögerung nun zwar endlich finalisiert, hat aber anscheinend Einsparungen auf Kosten der Gesundheit im Plan. Das ist ein enormer Einschnitt in die regionale Gesundheitsversorgung.“

Eine vollwertige Geburtenstation sei eine wichtige gesundheitliche Leistung und dürfe nicht auf dem Rücken der Schwangeren eingespart werden. "Auch für Frauenärzte, Hebammen sowie für das Gesundheits- und Pflegepersonal hätte das enorme Folgen“, so Fazekas.

Wie die BVZ exklusiv berichtete, sieht der vorliegende Entwurf zum Regionalen Strukturplan Gesundheit - Burgenland 2025 eine Verlagerung der Geburtenstation nach Oberwart vor. Auf Anfrage der BVZ bestätigte KRAGES-Geschäftsführer Hubert Eisl, dass dies ein Thema sei, das gerade intern in Diskussion ist. Es gehe laut Eisl dabei auch um das Thema Sicherheit. In den beiden Schwerpunktkrankenhäusern in Eisenstadt und Oberwart gibt es jeweils eine Neonatologie.

„Es ist vorher nicht vorhersehbar, aber wenn etwas sein sollte, ist es sicher besser, wenn daneben eine Kinderintensiv ist“, so Eisl. Weiters verwies er auf den Österreichischen Strukturplan Gesundheit, wo die Erreichbarkeit für die nächstgelegene Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit 45 Minuten (für 90 Prozent der Bevölkerung) definiert ist. „Ich denke, dass es auch zumutbar ist, mit dem Hintergrund einer höheren Sicherheit, für die Geburt nach Eisenstadt oder Oberwart zu fahren“, so Eisl.