Patrik Fazekas: „Schwarzer Tag fürs Mittelburgenland“. Die ÖVP hatte bei der gestrigen Landtagssitzung einen Antrag auf Erhalt der Geburtenstation gestellt, den die SPÖ ablehnte.

Von Redaktion Oberpullendorf. Erstellt am 05. März 2021 (12:59)
Krankenhaus Oberpullendorf. Seit Beginn der Krise speziell für Isolierung und medizinische Versorgung von COVID-19-Erkrankten eingerichtet.
BVZ

Die ÖVP hat bei der gestrigen Landtagssitzung einen Antrag für den Erhalt der Geburtenstation im Krankenhaus Oberpullendorf eingebracht. Die SPÖ habe diesen abgelehnt und sei damit für eine Schließung der Geburtenstation, so ÖVP-Landtagsabgeordneter Patrik Fazekas. „Die gestrige Ablehnung des Antrages zum Erhalt der Geburtenstation im Krankenhaus Oberpullendorf war ein Schlag in das Gesicht der Menschen in unserer Region und der 3.900 Personen, die sich für den Erhalt ausgesprochen haben. Damit bleibt der gestrige Landtagssitzungstag ein schwarzer Tag für unsere Region“, so Patrik Fazekas. Die Volkspartei Burgenland werde weiter für den Erhalt der Geburtenstation kämpfen, denn die Schließung hätte fatale Auswirkungen für den Bezirk Oberpullendorf . „Wir haben bereits in den Gemeinden Initiativen gestartet. Es sollen Anträge zum Erhalt der Geburtenstation im Krankenhaus Oberpullendorf in den Gemeinderäten eingebracht werden“, führte Fazekas weiter aus.

Vonseiten der SPÖ heißt es dazu: „Wenn es nach Abgeordnetem Fazekas und seinen Parteikollegen gegangen wäre, würde es das Krankenhaus Oberpullendorf heute nicht mehr geben. Denn die ÖVP hat vor nicht allzu langer Zeit noch die Schließung von drei der fünf burgenländischen Spitäler gefordert. Das hätte auch den Standort Oberpullendorf betroffen. Die SPÖ Burgenland hat dieses Ansinnen immer vehement abgelehnt. Wir stehen für beste Gesundheitsversorgung für alle Burgenländerinnen und Burgenländer, und das flächendeckend und wohnortnah. Die Landesregierung unter Landeshauptmann Hans Peter Doskozil steht nicht nur für den Erhalt aller fünf Krankenhäuser, diese werden, wie auch in Oberpullendorf, aufgewertet. Mehr als zehn Millionen Euro fließen in den Ausbau des Krankenhauses Oberpullendorf. Die generell hohe Qualität der Versorgung bleibt erhalten bzw. wird in manchen Bereichen noch gesteigert. Da macht der Vergleich sicher: Unter ÖVP-Verantwortung wäre das Spital samt Geburtenstation in Oberpullendorf schon Geschichte. Wir hingegen stärken den Standort und bieten auch weiterhin umfassende geburtshilfliche Versorgung auf hohem Niveau an.“ Die ÖVP hätte in der Landtagssitzung über etwas abstimmen wollen, was aktuell gar kein Thema sei, da das Hauptthema der KRAGES nach wie vor der Umgang mit der Pandemie sei.