Nein zu Sozialprojekt in Kaisersdorf . In Kaisersdorf entschied der Gemeinderat mehrheitlich, nicht dem Projekt Nachbarschaftshilfe Plus beizutreten.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 04. Oktober 2019 (03:45)
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Symbolbild

Das Projekt Nachbarschaftshilfe Plus stand bei der Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung. Vizebürgermeister Martin Brandl (ÖVP) führte aus, dass es ein Treffen mit der Projektleiterin Astrid Rainer gegeben habe.

Diese habe über das Projekt informiert und etwa 10.000 bis 15.000 Euro jährlich als Kosten für die Gemeinde genannt. „Draßmarkt hat auch angeboten, eine Kooperation einzugehen“, so Brandl weiter. Die Gemeinde und die Leute profitieren davon, so der Kaisersdorfer Vizebürgermeister.

Bürgermeister Horst Egresich (SPÖ) meinte, dass man 25.000 Euro investieren müsse – die Förderungen würden erst später kommen. Er verwies auch auf die Projekte, die im kommenden Jahr durchgeführt werden sollen, etwa den angedachten Bau eines Kindergartens oder die 450 Jahr-Feier der Gemeinde. Man könne auch nicht abschätzen, wie sehr das Projekt in Kaisersdorf angenommen werden würde. Der Rücklauf auf die entsprechende Befragung sei nicht sehr hoch gewesen. Auch SPÖ-Gemeinderätin Silke Giefing meinte: „Man weiß nicht, ob man das für drei oder für zwanzig Leute macht.“

Vizebürgermeister Brandl entgegnete, dass man aufgrund des Rücklaufes nicht darauf schließen könne, wie gut das Projekt schließlich angenommen werde. „Es gibt die Erfahrung, dass das dann gewachsen ist.“

Egresich stellte indes auch fest, dass die Angestellte, die die Ehrenamtlichen und die Klienten zusammenbringt, eine Angestellte von Nachbarschaftshilfe Plus und nicht von der Gemeinde ist. „Wenn sie also nichts zu tun hat, dann darf sie in der Gemeinde nichts tun“, meinte der Kaisersdorfer Bürgermeister. Schließlich stimmten die 7 SPÖ-Gemeinderäte gegen den Beitritt zum Projekt Nachbarschaftshilfe Plus, die 5 ÖVP-Gemeinderäte dafür.