Literarischer Spazierweg in Hochstraß

An alten Stadeln in Hochstraß wurden zehn Gedichte des ortsansässigen Schriftstellers Raimund Horvath montiert.

BVZ Redaktion Erstellt am 28. September 2017 | 05:00
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Vor einem der Stadelgedichte: Autor Hans Raimund mit Gattin Franziska und Initiator Joe Leitner. Einige Stadelgedichte finden sich in Raimunds zuletzt veröffentlichtem Gedichtband „Auf einem Teppich aus Luft“ wieder.
Foto: Grabner

Stadelgedichte kann man bei einem Spaziergang in Hochstraß genießen. An der früheren Straße hinter dem Dorf, dem heutigen Gartenweg, stehen mehrere alte Stadelgebäude. Acht von ihnen schmücken zehn Gedichte von Literat Hans Raimund, der seit dem Jahr 1993 in Hochstraß ansässig ist.

Auf Initiative von Joe Leitner, der vor zwei Jahren bereits einen Getreidelehrpfad dort gestaltet hatte, wurde aus der Stadellandschaft nun ein literarischer Spazierweg. Designerin Dagmar Habeler hat dafür zehn Gedichte von Raimund, die sich mit dem Dorf Hochstraß und dem Dorfleben bzw. Landleben beschäftigen, auf wetterfeste Tafeln gebracht. „Meine Absicht ist es, die Leute aufmerksam zu machen, dass die Stadl schön und erhaltenswert sind“, will Raimund auf die Einmaligkeit dieser „Stadellandschaft“ hinweisen.

Über Hochstraß selbst hat Raimund, der auf über 30 Buchveröffentlichungen (Lyrik, Prosa und Übersetzungen) und zahlreiche Preise wie den Georg Trakl-Preis 1994 zurückblicken kann, im Rahmen einer autobiografischen Betrachtung folgendes geschrieben: „Ich empfinde nur mehr ein Gefühl der Dankbarkeit, an einem so schönen Ort sein zu können, ein Haus, einen Hof, eine Wiese – nicht zu besitzen – , sondern befristet zur Verfügung zu haben... über weite Felder gehen zu dürfen, durch weite Wälder, unbelastet, unbelästigt...“