Sicherheitspartner im Bezirk Oberpullendorf gesucht. Initiative GEMEINSAM.SICHER wird nun auch im Mittelburgenland umgesetzt. Als erster Schritt wurden Sicherheitsbeauftragte installiert. Koordinator ist Johannes Krukenfellner.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 29. März 2017 (05:00)
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Sicherheitsbeauftragte: Hubert Vollenhofer, Robert Deutsch, Gerhard Grabenhofer, Erhard Heinrich, Koordinator Johannes Krukenfellner,Bezirkspolizeikommandant Werner Omischl, Karl-Heinz Seifried, Thomas Pauer, Josef Meichenitsch, Christian Hack, Markus Schunerits, Johann Plaukovits, Rudolf Fraunschiel und Günter Oberhauser.
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Die Kooperation zwischen Polizei und Zivilgesellschaft zu verbessern sowie das Vertrauen zwischen Bevölkerung und Polizei zu stärken ist das Ziel der Initiative GEMEINSAM.SICHER vom Innenministerium.

„Oberstes Ziel im Burgenland ist vorerst dem Auseinanderklaffen zwischen der objektiven Sicherheitslage und dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Bevölkerung durch Bürgerbeteiligung entgegenzuwirken“, so Sicherheitskoordinator Johannes Krukenfellner vom Bezirkspolizeikommando.

Kommunikation mit Bevölkerung fördern

Seine Aufgabe ist die Koordination aller GEMEINSAM.SICHER-Aktivitäten im Bezirk. Außerdem gibt es im Bezirk seit März namentlich erfasste „Sicherheitsbeauftragte“. Das sind besonders geschulte Polizeibeamte, die als Verbindungsglied zu den „Sicherheitspartnern“ aus der Bevölkerung fungieren sollen.

Als „Sicherheitspartner“ kommen alle Bürger in Frage, die an der Mitgestaltung von Sicherheit Interesse haben. Diese können sich bei ihrer wohnortzuständigen Polizeidienststelle melden. Via Sicherheitspartner soll die Kommunikation mit der Bevölkerung gefördert werden, indem die Polizei von den Bürgern Infos erhält und andererseits die Bevölkerung von der Polizei über die Sicherheitslage bzw. tagesaktuelle Sicherheitsthemen rasch informiert wird.

Lösungen regionaler Problemstellungen

Vor allem geht es aber um Lösungen regionaler Problemstellungen, die nicht ausschließlich Polizeiarbeit sind. Die Polizei hat in diesem Fall die Aufgabe, die verschiedenen Interessensgruppen an einen Tisch bringen und den Problemlösungsprozess zu moderieren. Gemeinsam sollen in einem professionellen Sicherheitsdialog Konzepte und Lösungen entwickelt und gesamtgesellschaftlich umgesetzt werden.

Krukenfellner könnte sich etwa ein Projekt vorstellen, um Asylwerber zur Unfallverhütung über die Straßenverkehrsordnung aufzuklären.