Weniger Arbeitslose im Bezirk Oberpullendorf. Im Bezirk Oberpullendorf waren im ersten Halbjahr durchschnittlich zwei Prozent weniger Menschen auf Arbeitssuche.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 12. Juli 2017 (08:41)
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394.511 Personen im Mai ohne Job
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APA (Pfarrhofer)

Die Arbeitslosigkeit im Bezirk ist im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Insgesamt seien fast zwei Prozent weniger Menschen im Bezirk arbeitslos, so Jutta Mohl, Leiterin der Geschäftsstelle Oberpullendorf des Arbeitsmarktservice (AMS).

„Besonders erfreulich ist die Entwicklung der rückläufigen Jugendarbeitslosigkeit. Im Vergleich zu 2016 waren um 11 Prozent weniger Jugendliche arbeitslos gemeldet“, so Mohl. Im Juni seien sogar 10,5 Prozent weniger Menschen im Bezirk arbeitslos gewesen wie im Vergleichsmonat 2016. Bei den älteren Arbeitnehmern sei die Entwicklung beinahe gleich geblieben, führt sie weiters aus.

Rund 8.000 Arbeitslose im Burgenland

„Die Firmen haben eine gute Auftragslage. Es gibt keine Branche, wo es besonders gut, aber auch keine, wo es besonders schlecht aussieht“, meint die Geschäftsstellenleiterin. Man sei vonseiten des AMS auch sehr viel bei den Betrieben gewesen.

„Dadurch haben wir viele Stellen gewonnen“, ist sich Mohl sicher. Bei den offenen Stellen freut sie sich über fast 13 Prozent Zuwachs. „Wir haben hier eine breite Mischung, man kann sagen, dass vor allem im Bau- und Baunebengewerbe viele Mitarbeiter gesucht werden“, meint sie. Auch Soziallandesrat Norbert Darabos zeigt sich erfreut von der Entwicklung am Arbeitsmarkt: „Der positive Trend setzt sich fort. Rund 8.000 Arbeitslose gibt es noch im Burgenland – doch ihre Zahl wird von Monat zu Monat niedriger“, so Darabos.

150 beim AMS gemeldete Lehrstellen

Rechtzeitig zum Schulschluss weist Jutta Mohl auch auf die Lehrstellensituation hin. Im Mittelburgenland und in den angrenzenden Bezirken gäbe es noch über 150 offene beim AMS gemeldete Lehrstellen. Etliche Lehrstellen finde man im Einzelhandel, im Bau – und Baunebengewerbe. „Aber auch pharmazeutisch-kaufmännische AssistentInnen werden gesucht, sowie Hotel-und GastgewerbeassistentInnen und MechatronikerInnen. Ausbildungsplätze in der näheren Umgebung sind also vorhanden“, meint sie.

Mohl weist auch auf die Ausbildungspflicht bis 18 hin. Diese soll Chancen und Perspektiven von Jugendlichen erhöhen. Das Ausbildungspflichtgesetz bis 18 gilt erstmals für jene Jugendlichen, deren Schulpflicht 2017 endet. Die Erziehungsberechtigten müssen dafür sorgen, dass Jugendliche nach Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht bis 18 Jahre eine weitere Ausbildung bekommen.