Raus aus Komfortzone: Großmutschenerin unterrichtet in Mexiko

Erstellt am 25. März 2022 | 04:00
Lesezeit: 3 Min
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Ausflug. Die Großmutschenerin wanderte auch auf der erloschenen Vulkankette Malinche.
Foto: BVZ
Stefanie Nemeth unterrichtet Mathematik und Physik in Mexiko City.
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Stefanie Nemeth unterrichtet seit Beginn des Schuljahres 21/22 an der deutschen Alexander Humboldt Schule in Mexiko City Mathematik und Physik in der Sekundarstufe.

„Vor drei Jahren ergab sich eine große Veränderung in meinem Leben und ich wollte ursprünglich als Sprachassistentin nach Kroatien. Damals war es aber nicht möglich, diese Erfahrung zu sammeln. Im Ausland zu unterrichten ist mir aber im Hinterkopf geblieben. Im März bei einem Abendessen mit Freunden hat ein guter Bekannter schließlich erzählt, er würde nächstes Schuljahr in Bogota an einer deutschen Schule unterrichten und im Gespräch stellte sich heraus, dass sie eine Mathematiklehrerin suchen.

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In Yucatán. Stefanie Nemeth beim Besichtigen der Ruinenstätte Chichén Itzá.
Foto: Foto zVg

Ich habe der Schule über die Website lehrerweltweit geschrieben, doch es kam keine Antwort. Also habe ich mich auf der Website nach anderen Möglichkeiten umgesehen und siehe da, Mexiko wollte mich haben“, berichtet Nemeth.

„Fühle mich hier sehr sicher und wohl“

Nach der Bekanntgabe der Lehrtätigkeit im Ausland kamen von Stefanie Nemeths Familie und Freunden einige Bedenken wegen der Sicherheit, auf. „Aber ich kann beruhigt sagen, dass ich mich hier sehr sicher und wohl fühle“, so die Pädagogin, die nun seit einem halben Jahr in Mexiko ist.

Totaler Kontrast zu Österreich

Besonders gut gefallen Nemeth – die in Condesa, direkt neben dem Parque España lebt – der bunte Kontrast zu Wien oder ihrer Heimat Großmutschen: „Ich liebe es. Die Stadt, die Leute und vor allem das Essen“.

Nach Unterrichtsende verbringt die Großmutschenerin gerne Zeit auf dem Rooftop ihres Appartements, wo sich ein Pool und ein Fitness-Studio befinden. „Außerdem gehe ich gern die Calle Amsterdam entlang, dort gibt es viele Cafés, treffe Freunde oder fliege am Wochenende ans Meer, um das Land kennenzulernen“, erzählt Nemeth, deren Dienstvertrag für 2 Jahre, mit Option auf Verlängerung, ausgeschrieben ist.

Nach Mexiko könnte sich Stefanie Nemeth ganz gut vorstellen, ein weiteres Mal eine Lehrtätigkeit im Ausland zu machen oder auch, wenn ein Platz für sie frei ist, wieder zurück an die Mittelschule in Mattersburg zu gehen. „Ich habe dort viele tolle Kollegen und mit Ursula Piller eine tolle Chefin, die mich mit meinem Vorhaben unterstützt hat“, so Nemeth.

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