Bürger für 30er im Ort, Gemeinderat dagegen. 59,8 Prozent der Bürgerbefragungs-Teilnehmer sprachen sich für 30km/h auf allen Gemeindestraßen aus.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 28. Dezember 2018 (03:57)
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Bereits im Juni hatte der Gemeinderat über eine 30km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung auf allen Gemeindestraßen im gesamten Ortsgebiet diskutiert, da dieses Anliegen immer wieder aus der Bevölkerung an die Gemeinde herangetragen worden war. Damals beschloss man nach sehr kontroversieller Diskussion eine schriftliche Bürgerbefragung zu dem Thema durchzuführen, deren mittlerweile vorliegendes Ergebnis wieder für Diskussionen im Gemeinderat sorgte. Befragt wurden alle Bürger mit Hauptwohnsitz, die in einer Gemeindestraße wohnen.

Demnach wären 709 Personen stimmberechtigt gewesen, von denen 424 (59,8 Prozent) ihre Meinung abgegeben haben. Von diesen sprachen sich 246 (58,2 Prozent) für die generelle 30km/h-Beschränkung aus, 177 (41,8 Prozent) dagegen, eine Stimme war ungültig. Vizebürgermeister Stefan Guczogi (ÖVP) gab zu bedenken, dass sich viele Bewohner der Hauptstraße darüber aufregen, dass sie nicht mitwählen durften.

Bürgermeisterin Klaudia Friedl (SPÖ) meinte dazu, dass es um die Betroffenen gegangen sei, also die Leute, die dort wohnen und nicht jene, die dort fahren. „Mir hat die Abstimmung bewiesen, dass es den Leuten wichtig ist, daher ist es mir auch wichtig, ich ordne meine persönliche Meinung unter.“ Die Bürgermeisterin und weitere sechs Gemeinderäte stimmten für den 30er, fünf dagegen und sieben, darunter Vize Stefan Guczogi, enthielten sich der Stimme.