Thurner-Beugl wächst. Mit Steigerung der Produktionsmenge, was zuletzt einen Umsatzgewinn von sechs Prozent brachte, wurde mehr Platz nötig.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 07. März 2019 (03:55)
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Im Werkverkaufs-Laden. Geschäftsführer Johann Suntinger, Thomas Schneider, Emanuel Oberhauser, Balasz Vajda, Kinga Tomay, Andreas Kondora, Sandra Oriovits, Andrea Unger, Andrea Graf und Robert Buczolich

Über fünf Millionen Zöpfe, drei Millionen Strudl und vier Millionen Packungen Plundergebäck wurden voriges Jahr bei Thurner Beugl produziert. „Wir haben unseren Umsatz um sechs Prozent gegenüber 2017 gesteigert und natürlich auch die Menge.

Wir platzen aus allen Nähten, daher bauen wir zu“, erklärt Geschäftsführer Johann Suntinger von der JOMO Zuckerbäckerei GmbH, die Thurner Beugl 2011 – „es war damals in einer Schieflage“ – übernommen hat. Das Unternehmen in Steinberg wird aber komplett eigenständig geführt. Derzeit entsteht ein rund 300 Quadratmeter großer Zubau, der unter anderem eine Verlade- und Kommissionierhalle umfassen sowie neue Lagerkapazitäten schaffen wird. Dieser soll im Frühsommer fertig sein.

„Wir brauchen Leute, die in der Backstube arbeiten, aber Mitarbeiter zu finden, wird immer schwerer. Die, die da sind, machen einen sehr tollen Job.“

„Seit wir Thurner übernommen haben, investieren wir jährlich in Anlagen und Maschinen. Wir geben aber auch viel Geld für die Schulung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter aus“, so Suntinger. Aktuell zählt Thurner Beugl 108 Mitarbeiter. Zu Saisonzeiten wie Ostern und Allerheiligen wird personell aufgestockt, weil in kurzer Zeit der Output verdoppelt wird. „Wir brauchen Leute, die in der Backstube arbeiten, aber Mitarbeiter zu finden, wird immer schwerer. Die, die da sind, machen einen sehr tollen Job.“

„Thurner-Ware muss so frisch wie möglich zu den Leuten

Bei der Übernahme 2011 wurde ein großer Teil der Mannschaft übernommen, auch Herbert Thurner selbst ist als Produktentwickler im Betrieb geblieben. Außerdem wurden die Sortimente gestrafft, eine Kundenoptimierung durchgeführt und der Export gekappt. „Thurner-Ware muss so frisch wie möglich zu den Leuten. Das wäre bei einem Export nicht der Fall gewesen.“

Stattdessen beliefert man mittlerweile den ganzen österreichischen Lebensmittelhandel. Froh über den aktuellen Zubau zeigt sich Bürgermeisterin Klaudia Friedl: „Das ist ein Zeichen für mich, dass es der Firma gut geht und der Standort mit den Arbeitsplätzen erhalten bleibt.“ Die Firma Thurner sei darüber hinaus seit Jahrzehnten ein ganz großer Kommunalsteuerbringer. „Es macht mich außerdem schon stolz, dass Thurner Beugl österreichweit bekannt ist.“