Wahl-Dörfler führt Regie im Theater Akzent. Hubsi Kramar, bekannt aus dem Tatort, hat am 6. November Premiere mit seiner neuen Theaterproduktion. Der BVZ schilderte er, warum er gerne in Steinberg-Dörfl lebt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 16. Oktober 2019 (03:58)
Karl Satzinger
„Frühere Verhältnisse“. Tania Golden, Adriana Zartl, Julian Loidl und Wahl-Mittelburgenländer Regisseur Hubsi Kramar (hinten rechts) stehen im Theater Akzent auf der Bühne. 

„Frühere Verhältnisse“ von Johann Nestroy ist die neueste Regiearbeit des Wahl-Mittelburgenländers Hubsi Kramar, die am 6. November im Theater Akzent in Wien Premiere feiert. Der nicht nur dank seiner Rolle als Oberst Rauter im „Tatort“ bekannte Schauspieler und Theatermacher führt Regie und übernimmt die Rolle des Anton Muffl, des ehemaligen Herrn und nunmehrigen Dieners, der bei der Uraufführung von Nestroy selbst verkörpert wurde. Kramar wirft einen kritischen Blick auf die Nestroy-Posse, die für ihn ein Anknüpfungspunkt an aktuelle politische Zustände und Befindlichkeiten ist.

„Mich fasziniert die Aktualität des Stücks, auch die Aktualität der Charaktere, dieser rücksichtslose Eigennutz, der alle Figuren antreibt“, meint Regisseur Kramar. „Ich liebe es, wenn eine Tragödie als Komödie getarnt ist, als große Satire. Das macht Nestroy für mich zum grandiosesten österreichischen Theaterdichter. Auch Allgemeingültiges ist bei ihm politischer Motor seiner Stücke. Der Treibstoff sind die Charaktere der Menschen, die gerne gut wären, aber wie immer an ihren Sehnsüchten und Begierden scheitern.“ Zu sehen ist das Stück auch am 14., 23. und 29. November sowie am 3. und 6. Dezember (Karten unter www.akzent.at oder 01/501 65-13306).

„An und in Steinberg-Dörfl gefällt mir Vieles“

Die Zeit, die ihm neben Beruf und Reisen bleibt, verbringt Hubsi Kramar in Steinberg-Dörfl. „Warum ich gerade in Steinberg-Dörfl gelandet bin, ist der berühmte reine Zufall. Ein Freund von mir hat in der Nähe ein Haus gekauft und dadurch habe ich die Gegend kennen und schätzen gelernt“, verrät Kramar.

„An und in Steinberg Dörfl, gefällt mir vieles. Ich habe das Burgenland immer gemocht. Dörfl ist, wie schon der Name sagt, keine Stadt und das ist mir sehr wichtig. Die Menschen um mich sind sehr angenehme Nachbarn. Ich mag das Phlegma, die Entschleunigung, die hier vorherrscht. Die Berggasse in Dörfl mit den schönen Langstreckhöfen ist besonders schön und ruhig. Das Haus, das ich gefunden habe, hat auch einen Obstgarten. So kann ich mich zum Teil selbst versorgen, noch dazu mit Bioobst. Und zum Entspannen laden wunderbare Wanderwege in Feld und Wald ein. Das ist mir auch, wegen meines Hundes, den ich sehr liebe, wichtig.“