Echte „Weiberwirtschaft“ in der Hauptstraße 43. Die Gemeinde Stoob und die Frauenberatungsstelle Oberpullendorf setzen ein Projekt für langzeitarbeitslose Frauen um.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 28. September 2019 (04:40)
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Unterstützen die Damen in der „Weiberwirtschaft“. Nina Piniel, Brigitte Buchholz, Bettina Schoberwalter und Manuela Rieger. Die Eröffnung findet am 18. Oktober statt.
Roznyak/zVg

Die Gemeinde Stoob und die Frauenberatungsstelle Oberpullendorf starten gemeinsam eine „Weiberwirtschaft“. Konkret geht es um einen sozialökonomischen Betrieb für Frauen, die nach langen Kinderbetreuungszeiten ins Berufsleben zurückkehren, die keine (geeignete) Ausbildung haben oder schon länger arbeitslos sind und hier gilt vor allem der Gruppe 50 plus ein verstärktes Augenmerk. Konkret wird zurzeit ein kleines Caféhaus mit angeschlossener Backstube und einem Catering auf die Beine gestellt, sechs bis zwölf Arbeitsplätze sollen so entstehen. Die Eröffnung soll am 18. Oktober über die Bühne gehen.

„Ab dem 20. Oktober rechnen wir mit regulärem Betrieb“, so Nina Piniel, Obfrau der Frauenberatungsstelle Oberpullendorf. Der Betrieb ist so angelegt, dass man in vielen Bereichen Leute ausbilden kann, vom Service über den Verkauf und die Küche bis hin zur Administration. Ältere Arbeitnehmerinnen sollen bei Bedarf bis zur Pension im Betrieb bleiben können. In der „Weiberwirtschaft“ werden unter anderem ein Jausenverkauf sowie selbst gemachte Mehlspeisen angeboten.

„Man kann auch belegte Brötchen oder Plutzer (siehe Foto oben) , Weihnachtsbäckereien oder Hochzeitstorten bei uns bestellen“, so Piniel. Die „Weiberwirtschaft“ soll in Stoob ein Begegnungsort werden. „Wir sind sehr froh, dass die Gemeinde Stoob so dahintersteht“, fügt Piniel hinzu.