50,2 Millionen werden im Bezirk Oberpullendorf verbaut. Allein 38,4 Millionen Euro fließen heuer in den Sicherheitsausbau der S31 zwischen Knoten Mattersburg und Weppersdorf.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 11. Juni 2020 (04:07)
Pläne für Hochwasserschutz. Allein im heurigen Jahr werden in Rattersdorf 1,5 Millionen Euro dafür investiert, bis 2023 werden es 6,7 Millionen Euro sein. Bürgermeister Johann Horvath, Landesrat Heinrich Dorner und Landtagsabgeordneter Roman Kainrath informierten über dieses und andere Bauprojekte.
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50,2 Millionen Euro sind 2020 an Bauinvestitionen im Bezirk veranschlagt. Größtes Projekt ist der seit 2018 laufende Sicherheitsausbau der S31. Für den Abschnitt von Mattersburg bis Weppersdorf sind heuer 38,4 Millionen Euro budgetiert.

Weitere 1,7 Millionen Euro fließen in Landesstraßen unter anderem in den dritten Abschnitt der Sanierung der Landesstraße zwischen Unterloisdorf und Frankenau, wobei im Zuge dessen auch ein Fahrbahnteiler errichtet wurde.

„Ohne finanzielle Mithilfe von Bund und Land hätten wir uns das nicht leisten können. Es ist schon so eine gewaltige finanzielle Belastung für die Gemeinde.“Mannersdorfs Bürgermeister Johann Horvath

Die weiteren Straßenbauprojekte betreffen die L336 zwischen Neutal und Unterfrauenhaid, die Brücke an der B50 in Piringsdorf, die Raidingbachbrücke in Großwarasdorf, die Park & Drive-Anlage in Steinberg-Dörfl, einen Linksabbieger auf der B62 bei Horitschon, die L225 Lutzmannsburger Straße sowie die Ortsdurchfahrt Raiding (L227).

Ebenfalls am Programm stehen 14 Forststraßenprojekte im Ausmaß von rund 16,3 Kilometern wie die Erschließung von 39 Hektar Waldfläche in Lutzmannsburg sowie 56 Güter- und Radwegprojekte wie die Tragwerksanierung der Rabnitzbrücke am Güterweg zwischen Unterrabnitz und Pilgersdorf.

Die Kosten belaufen sich auf rund 800.000 Euro, geplanter Baubeginn ist im Herbst, wobei die Arbeiten etwa drei Monate dauern werden. „Jedes Güterwegeprojekt wird seitens des Landes mit einer 50-prozentigen Förderung unterstützt“, betonte Landtagsabgeordneter Roman Kainrath.

Jeweils 3,4 Millionen Euro werden in 14 Bauvorhaben zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie in 38 Bauvorhaben bzw. Instandhaltungsmaßnahmen für den Hochwasserschutz fließen. In Rattersdorf allein werden bis 2023 6,7 Millionen Euro in drei Hochwasserrückhaltenbecken sowie die Sanierung des unterirdischen Bachlaufs des Siebenbründlbachs investiert. Im Zuge dessen wird auch der Kanal auf Trennsystem umgestellt.

„Ohne finanzielle Mithilfe von Bund und Land hätten wir uns das nicht leisten können. Es ist schon so eine gewaltige finanzielle Belastung für die Gemeinde“, so Bürgermeister Johann Horvath. Im Bezirk werden von Landesseite heuer knapp 12 Millionen Euro in Baumaßnahmen investiert. Mit den 38 Millionen Euro für den Bau der S 31 – finanziert durch den Bund – sind es rund 50 Millionen Euro, die in Infrastrukturmaßnahmen fließen.

„Für unsere Region ist das ein enormer Impuls, den wir nach Corona dringend benötigen“, betont SPÖ-Bezirksparteivorsitzender Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner.

Insgesamt fließen heuer landesweit rund 190 Millionen Euro in Infrastrukturprojekte, das sind fast 30 Millionen Euro mehr als 2019. „Die Bautätigkeiten des Landes haben einen mehrfachen Nutzen: Die regionale Wirtschaft wird angekurbelt, lokale Betriebe profitieren, Arbeitsplätze werden abgesichert und geschaffen, es wird für mehr Sicherheit gesorgt und die Lebensqualität der Burgenländer und Burgenländerinnen wird erhöht“, so Dorner.