Hundestaffel Oberpullendorf: Rettung auf vier Pfoten und zwei Beinen

Erstellt am 06. Februar 2022 | 05:54
Lesezeit: 3 Min
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Foto: BVZ
Oberpullendorf ist Stützpunkt der noch jungen Organisation Rettungshunde Burgenland.
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Egal ob eine demente Person aus dem Pflegeheim abgängig ist, sich ein Schwammerlsucher im Wald verirrt hat oder ein Kind vermisst wird – die Rettungshunde Burgenland stehen bereit, um zu helfen. Die im Vorjahr gegründete Rettungshundestaffel zählt 10 Hundeführer mit 14 Hunden und hat mit dem Stützpunkt am Vereinsgelände des Hundevereins Oberpullendorf am Fenyös eine Heimstatt gefunden, wofür man dem Verein sehr dankbar ist.

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Hauptaufgaben der Rettungshunde Burgenland sind die Flächensuche und das Mantrailing. Bei der Flächensuche geht es darum, große Wald- und Geländeflächen in möglichst kurzer Zeit abzusuchen, wobei die Hunde jede Person durch Bellen anzeigen, die in dem Gebiet sitzt oder liegt. Für diese Suche ist kein Geruchsträger wie ein Kleidungsstück der vermissten Person notwendig. Anders ist dies beim Mantrailing, wo der Hund über einen persönlichen Gegenstand den Geruch der vermissten Person aufnimmt und dieser individuellen Spur folgt, wobei er auch anzeigt, wenn diese plötzlich endet, etwa wenn die Person in ein Auto oder einen Bus eingestiegen ist.

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Foto: BVZ

Maintrailng kommt eher im städtischen Bereich zum Einsatz. Darüber hinaus sind die Hunde auch für die Trümmersuche ausgebildet, wenn Personen etwa nach Erdbeben oder Explosionen verschüttet sind.
Bevor Hund und Frauchen bzw. Herrchen gemeinsam in ihren ersten Einsatz gehen können, bedarf es einer intensiven Ausbildung von zwei bis drei Jahren mit mindestens zwei Trainingseinheiten pro Woche, die mit einer Prüfung samt Einsatztest abgeschlossen wird.

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Bei den Rettungshunden Burgenland sind vom Dalmatiner über den Weimaraner bis zum Schäfer die verschiedensten Rassen vertreten. „Grundsätzlich ist alles geeignet, was gern frisst und spielt und zumindest Kniehöhe erreicht“, schmunzelt Hundeführerin Regina Holzinger, denn das Training der Hunde erfolgt immer über ein Spielzeug.

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Das Einsatzgebiet der Rettungshunde-Staffel umfasst das gesamte Burgenland, die Alarmierung erfolgt in der Regel über die Landessicherheitszentrale. „Es können aber auch Privatpersonen oder Pflegeheime direkt bei uns anrufen“, betont Staffelkommandant Markus Holzinger. Und ergänzt: „Für denjenigen, der alarmiert, entstehen keinerlei Kosten oder Verpflichtungen. Falls Sie eine Person vermissen, zögern Sie nicht uns über 0660/4880881 zu alarmieren, denn jede Minute zählt.“

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