51-jähriger Burgenländer nach Bankraub vor Gericht. Ein im vergangenen Oktober verübter Überfall auf die Raiffeisen-Bankfiliale in Tschurndorf (Bezirk Oberpullendorf) ist am Donnerstag im Landesgericht Eisenstadt Gegenstand einer Verhandlung.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 06. Februar 2018 (12:40)
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Für 45 Personen klickten die Handschellen
APA (Gindl)

Ein 51-jähriger Mittelburgenländer, der neun Tage nach dem Raub festgenommen worden war, muss sich vor einem Schöffensenat verantworten. Im Fall eines Schuldspruches drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

Am Nachmittag des 3. Oktober 2017 hatte der mit einer Skibrille und einer Kapuze maskierter Räuber das Geldinstitut überfallen. Mit den Worten "Geld her" und "schnell, schnell, schneller" forderte der mit einem schwarzen Trommelrevolver bewaffnete Unbekannte von einer Bankangestellten Geld und flüchtete schließlich mit knapp 49.000 Euro.

Für Hinweise zur Klärung der Straftat wurden 5.000 Euro Belohnung ausgesetzt. Neun Tage nach dem Raub klickten für den 51-jährigen Burgenländer die Handschellen. Ermittler stellten einen Großteil der Beute sowie die beim Überfall getragene Kleidung sicher. Die Schuhe soll der Mann in einem Straßengraben entsorgt haben.

Der 51-Jährige zeigte sich laut Gericht bisher geständig. Er muss sich wegen schweren Raubes sowie Vergehens nach dem Waffengesetz verantworten, weil er den Trommelrevolver unbefugt besessen haben soll.

Als Motiv für die Tat gab er ein Konkursverfahren, das ihn belastet habe, sowie private Schulden an. Der Prozess, zu dem auch zwei Zeugen geladen wurden, ist für drei Stunden angesetzt. Ein Urteil könnte es bereits am Donnerstag geben.