Knappes Gäste-Plus im Bezirk Oberpullendorf. Im Mittelburgenland gab es 2017 um 484 Nächtigungen mehr als 2016, was eine Steigerung um 0,2 Prozent bedeutet.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 31. Januar 2018 (05:19)
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Präsentierten die Statistik: Burgenland Tourismus-Präsident Landeshauptmann Hans Niessl, Tourismuslandesrat Alexander Petschnig und Tourismusdirektor Hannes Anton.
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Laut Tourismusstatistik konnte man 2017 im Bezirk ein Plus von 0,2 Prozent bei den Übernachtungen und ein Plus von 3,7 Prozent bei den Ankünften verzeichnen. Die meisten Übernachtungen konnte Lutzmannsburg mit 248.414 verbuchen, was ein Plus von 1,6 Prozent bedeutet.

Lutzmannsburg hat damit die drittmeisten Nächtigungen im Land. In Markt St. Martin und Horitschon konnte man prozentuell die höchsten Zuwächse bei den Nächtigungen verbuchen.

Urlaubs-Oase wurde zu Betreutem Wohnen

In Draßmarkt und Frankenau- Unterpullendorf gab es die höchsten Verluste. Frankenau-Unterpullendorfs Bürgermeisterin Angelika Mileder meint dazu: „Einige Pensionen wurden geschlossen, da die Betreiber in Pension gegangen sind. Die Gäste bevorzugen auch die Hotels in der Nähe der Therme, die ganz auf Kinder ausgerichtet sind.“

Bezirk legt an Übernachtungen und Ankünften zu: Laut Tourismusstatistik 2017 konnte man im Mittelburgenland um 3,7 Prozent mehr Ankünfte sowie 0,2 Prozent mehr Übernachtungen verbuchen. Die meisten Gäste kommen nach Lutzmannsburg, mit 248.414 Übernachtungen hat die Gemeinde auch die drittmeisten im ganzen Burgenland. Auch in Horitschon, Lockenhaus, Markt St. Martin, Neckenmarkt und Oberpullendorf konnte man die Zahl der Übernachtungsgäste im Vergleich zum Jahr 2016 steigern. In den Gemeinden Deutschkreutz, Draßmarkt, Frankenau-Unterpullendorf und Neutal gab es dagegen ein Minus. Quelle Tourismusstatistik 2017/Statistik Burgenland, Grafik Gastegger
Grafik Gastegger

In Draßmarkt hat sich die Urlaubs-Oase in Karl anders orientiert. Diese wurde in eine Anlage für Betreutes Wohnen umgewandelt. „Das war unsere Hauptdestination für Touristen“, führt Bürgermeister Anton Wiedenhofer aus.

Als „befriedigend, aber nicht berauschend“ sieht der Obmann des Tourismusverbands Lutzmannsburg (TVB) Mittelburgenland, Günter Kurz, die neuesten Zahlen. Man liege damit auch im gesamtburgenländischen Trend.

Mehrjahreskonzept wurde erstellt

In den vergangenen sechs Monaten wurden die Strukturen im Verband neu aufgestellt, der Vorstand besteht mehrheitlich aus Touristikern, meint er weiter. Mit diesen und externen Beratern wurde nun ein Mehrjahreskonzept entwickelt, welches im Detail Ende März bzw. Anfang April bei der jährlichen Vollversammlung präsentiert werden soll.

Kurz führt aus, dass die Werte Genuss, Herzlichkeit und Qualität (der Dienstleistung) mit den inhaltlichen Scherpunktthemen Familie (hauptsächlich in Lutzmannsburg), Wein (im Blaufränkischland) und Kultur- und Naturerlebnis den Zielgruppen Familien und Gruppen im Umkreis von 300 Kilometern um den Bezirk für Logisgäste sowie im Umkreis von 100 Kilometern für Tagesausflugsgäste durch gemeinsames Marketing vermittelt werden sollen.

„Wir wollen auf ein eigenes Logo verzichten und unter der Tourismusdachmarke „Burgenland“ firmieren – mit dem Absender ‚www.sonnenland.at‘“, meint der Tourismusobmann. „Ab sofort wird auf ein eigenes Büro des Tourismusverbandes samt ‚eigenem‘ Personal verzichtet. Stattdessen wurde mit dem touristischen Leitbetrieb, der Sonnentherme, ein Dienstleistungsvertrag abgeschlossen. Zukünftig setzt die Marketingabteilung der Sonnentherme die Werbemaßnahmen um – geleitet von Hans-Peter Filz, welcher zeitgleich als Geschäftsführer des TVB fungiert.“

Bis März 2019 sollen hauptsächlich kauf- und buchbare Angebote beworben werden, welche im neuen Corporate-Design des Verbandes erscheinen sollen. „Durch die Bündelung der Marketingkräfte wird daraus in Konsequenz eine effizientere Vermarktung und eine bessere Vernetzung der touristischen Angebote erfolgen“, so Kurz.