Region Oberpullendorf: Immer mehr Müll im Wald

Aufenthalts- und Schlaflager, die Flüchtlinge in den Wäldern entlang der Grenze hinterlassen, entwickeln sich zu einem Problem für Natur und Gemeinden.

Erstellt am 18. März 2021 | 03:35
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Hinterlassenschaften. In den Wäldern werden ganze Lager zurück gelassen. Darunter befinden sich Schlafsäcke, Kleidung, Schuhe, Telefone und vieles mehr.
Foto: zVg, zVg

Die vermehrte illegale Einreise von Flüchtlingen entlang der ungarischen Grenze hält an. Was ebenfalls bleibt, sind ganze Aufenthalts- und Schlaflager, die die Flüchtlinge auf ihrer Reise zurücklassen.

„Angefangen hat es im November mit Plastikflaschen aus dem Ausland“, berichtet ein Jäger aus Frankenau im Gespräch mit der BVZ. „Darauf folgten Decken, Dosen, Zigarettenverpackungen, Schlafsäcke, Kleidung, usw. Das Gefühl, wenn man jetzt durch den Wald geht, ist ein anderes, weil man weiß, dass man nicht allein ist. Die liegengelassenen Sachen, die auch Spaziergänger immer wieder melden, bestätigen das. Müll gehört nicht in die Natur. Unsere Wälder waren bisher immer sauber und gut gepflegt. Deswegen passt das ganz und gar nicht in das Naturbild. Die Natur hat keinen Müll verdient.“

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BVZ, zVg

Auch Angelika Mileder, Bürgermeisterin der Gemeinde Frankenau-Unterpullendorf meint, dass der Müll im Wald immer mehr zu einem Problem wird: „Bisher waren unsere Gemeindearbeiter, Mitglieder der Urbarial und auch Jäger im Wald und haben die Reste von Flüchtlingslagern eingesammelt. Allein bei der Donatuskapelle wurden 260 Kilogramm an Hinterlassenschaften eingesammelt und zum UDB gebracht. Die Kosten für die Entsorgung hat die Gemeinde übernommen“, so Mileder. Ebenso ergeht es auch Bürgermeister Christian Rohrer aus der Nachbargemeinde Lutzmannsburg: „Ich bekomme zahlreiche Anrufe von Spaziergängern. Wir haben vor, demnächst neue Bäume zu pflanzen und werden in diesem Zuge die großen Mengen an Müll entsorgen.“

Auch die Gemeindearbeiter aus Nikitsch waren schon mehrmals zum Einsammeln im Wald unterwegs.

Spaziergänger, die verlassene Lager finden, können dies entweder bei der zuständigen Gemeinde oder direkt bei der Polizei melden.