16 Verkehrstote seit 2013 im Bezirk Oberpullendorf. Nur im Bezirk Neusiedl kamen in den vergangenen fünf Jahren mehr Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 01. August 2018 (05:59)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
VCÖ, Fodlikeart/shutterstock.com, Grafik: Bischof

In den vergangenen fünf Jahren kamen im Burgenland 107 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Die meisten Todesopfer, nämlich 37, gab es im Bezirk Neusiedl am See. Damit war jedes dritte Todesopfer des Straßenverkehrs im Burgenland im Bezirk Neusiedl zu beklagen, berichtet der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Die zweitmeisten Verkehrstoten gab es im Bezirk Oberpullendorf.

„S31 ist im Bezirk ein Hotspot“

In den Jahren 2013 bis 2017 wurden im Mittelburgenland 16 Personen im Straßenverkehr getötet, vier davon im Jahr 2017. „Im Bezirk ist die S31 ein Hotspot“, meint Bezirkspolizeikommandant Werner Omischl zum Thema Verkehrstote im Mittelburgenland. „In der Verkehrssicherheit kann es nur ein Ziel geben: Kein tödlicher Verkehrsunfall. Dieses Ziel wurde in den vergangenen fünf Jahren von Rust erreicht“, stellt der VCÖ fest.

Auch im Bezirk Güssing gab es in vier der fünf Jahren (2017, 2016, 2014 und 2013) keinen tödlichen Verkehrsunfall, in der Landeshauptstadt Eisenstadt in den Jahren 2017, 2016 und 2013, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt.

Verkehrssicherheitsmaßnahmen auf Bundesebene

Der VCÖ betont, dass neben regionalen Maßnahmen verstärkte Verkehrssicherheitsmaßnahmen auf Bundesebene wichtig sind. Österreichweit sind Schnellfahren sowie Ablenkung und Unachtsamkeit die Hauptunfallursachen, heißt es weiter. Um das wachsende Problem von Handy am Steuer in den Griff zu bekommen, spricht sich der VCÖ für die Aufnahme von Handy am Steuer in das Vormerksystem auf.

Gegen Schnellfahren hilft neben verstärkten Kontrollen auch die Reduzierung der Toleranzgrenze beim Übertreten von Tempolimits. Vorbild ist die Schweiz, wo die Toleranzgrenze auch auf Autobahnen nur drei bis fünf Stundenkilometer beträgt, während es in Österreich zehn bis fünfzehn Stundenkilometern seien, so der VCÖ.

Da öffentliche Verkehrsmittel um ein Vielfaches sicherer sind, tragen auch ein dichteres öffentliches Verkehrsnetz sowie häufigere Bahn- und Busverbindungen zu mehr Verkehrssicherheit bei, meint man seitens des Verkehrsclubs weiter. Die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer könne durch sichere Geh - und Radverbindungen erhöht werden.