Kindergarten voll: Tagesmutter als Plan B. Die Frist für die provisorische zweite Gruppe läuft aus. Die Gemeinde sucht nach einer Lösung für alle Kinder.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 21. März 2018 (06:01)
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Einmal mehr wurde bei der Gemeinderatssitzung am Freitag über die Situation im Kindergarten diskutiert. Mit Ende des Kindergartenjahres im Juli 2018 läuft die Befristung des Landes für die provisorische zweite Kindergruppe aus.

Wie die BVZ berichtete (siehe hier und unten), war im Kindergartenjahr 2013/14 erstmals die gesetzlich festgelegte Gruppenhöchstzahl von 25 Kindern überschritten worden (siehe ganz unten). Da der Kindergarten keinen Raum für eine zweite Gruppe bietet, übersiedelte eine Gruppe ins Vereinshaus.

„Kindergarten wäre auch für 30 Kinder geeignet“

Laut Geburtenstatistik wird man aber auch in den nächsten Jahren monateweise zwei bis vier Kinder über der Gruppenhöchstzahl liegen.

Da sich die Gemeinde laut Bürgermeister Franz Haspel seitens der Gemeinde einen Kindergartenzu- oder -neubau neben anderen anstehenden Investitionen wie Brückensanierung oder Sanierung bzw. Neubau des Gemeindeamts nicht leisten kann, man aber allen Eltern einen Kindergartenplatz für ihr Kind ermöglichen will, hat man ein Schreiben an das Land geschickt und um eine Ausnahmegenehmigung auf Erhöhung der Gruppenhöchstzahl von 25 auf 30 Kinder angesucht.

„Von den Räumlichkeiten wäre der Kindergarten auch für 30 Kinder geeignet“, ist Haspel überzeugt, der in diesem Zusammenhang auch darauf verweist, dass Kinder bis drei Jahre eineinhalbfach zählen.

Eine andere Lösung aus Sicht der Gemeinde wäre eine Verlängerung der Frist für die zweite Gruppe. Sollte weder die Aufstockung noch die Verlängerung seitens des Landes genehmigt werden, hat der Gemeinderat als Plan B beschlossen, für die Kinder, die im Kindergarten keinen Platz finden, bei entsprechendem Wunsch der Eltern eine Betreuung durch eine Tagesmutter im Vereinshaus anzubieten. „Wir haben bereits das Jugendamt dagehabt, das seine Zustimmung zum Gebäude gegeben hat und auch schon interessierte Tagesmütter“, berichtet Haspel. „Wir wollen alle Kinder unterbringen.“