Zwist um Schulerhalt in Frankenau. Urteil zu Berufung der Gemeinde zur Stilllegung ist noch offen. Ein Kind will heuer dort zur Schule gehen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 15. Februar 2018 (09:20)
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Wie die BVZ berichtete, standen bereits im Mai 2017 Gerüchte über eine Schulstilllegung im Raum, da nur zwei Schüler die Schule im Herbst besuchen würden.

Elternvertreter und Gemeinde setzten sich für den Erhalt ein und initiierten eine Unterschriften-Aktion. „Wir haben beim Verfassungsgerichtshof damals Berufung eingelegt, da wir der Meinung sind, dass wenn zwei Kinder in Frankenau angemeldet sind, die Schule nicht stillgelegt werden darf. Wir wollen eine Entscheidung und das gilt dann“, so Bürgermeisterin Angelika Mileder.

Keine Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs

Noch gibt es keine Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs. Kurz vor Schulbeginn entschlossen sich die beiden Schüler bzw. deren Eltern, in Unterpullendorf in die Schule zu gehen und die Frankenauer Schule blieb leer. Nun kam der Fall auf, dass ein Kind heuer im Herbst in Frankenau in die Volksschule gehen will.

„Die Schule in Frankenau ist stillgelegt, Schüler müssen ab Herbst weiterhin in Unterpullendorf zur Schule gehen. Es ist mit meinem pädagogischen Gewissen nicht vertretbar, wenn ein Kind und ein Lehrer in der Volksschule sitzen. Wenn das Gericht eine andere Entscheidung trifft, muss ich das akzeptieren, aber das ist dann nicht mehr meine Verantwortung“, so Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz.