Skikurse: Sportlich im Schnee. Einige Schulen verzeichnen bei den Teilnehmern Rückgänge. Viele bieten auch alternative Sport- und Kreativgruppen an.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 26. Januar 2017 (05:00)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Waren bereits unterwegs: Martin, Nikolai, Sascha, Manuel, Lehrerin Lisa Gabriel Hanna, Sophie, Lena, Milena und Katharin aus der Neuen Mittelschule Großwarasdorf.
BVZ

In vielen Schulen des Bezirks stehen die Wintersportwochen an. Vergangene Woche waren bereits die Schüler der zweiten und dritten Klasse der Neuen Mittelschule Großwarasdorf unterwegs. „Nicht alle Kinder wollen Skifahren, seit wir Alternativen anbieten, ist die Gruppe größer“, so Direktorin Elvira Heisinger.

Nicht überall Alternativprogramm

Zwei Kinder seien bei der fünf Tage langen Wintersportwoche nicht mitgefahren. Auch bei der Wintersportwoche der Neuen Mittelschule Lockenhaus gibt es ein Alternativprogramm mit Sport und kreativer Beschäftigung. „Es gibt etwa Eislaufen, Schneeschuhwandern oder Heufiguren basteln. Fast alle Schüler fahren mit, dadurch wird auch die Zusammengehörigkeit gesteigert“, ist Direktorin Martina Farkas überzeugt.

Keine Alternativgruppe gibt es bei der Wintersportwoche der Neuen Mittelschule Kobersdorf. „Der Skikurs in der 2. und 3. Klasse wird gut angenommen“, so Direktorin Carina Werba. „Die Schüler, die nicht mitfahren, werden in eine andere Klasse integriert.“

Der Direktor der Neuen Mittelschule Oberpullendorf, Reinhardt Magedler, ortet einen Rückgang bei den Teilnehmern. „Im Vergleich zu früher nehmen weniger Kinder an Skikursen teil. Gründe dafür sind weniger Interesse am weißen Sport, keine eigene Skiausrüstung sowie Bequemlichkeit“, so Magedler. Außerdem wählen immer mehr Schüler – vielleicht auch aus Kostengründen – das Alternativangebot wie Eisstockschießen, Eislaufen, Schneeschuhwandern oder Schwimmen.

„Trend geht zu weniger Schifahrern“

Sein Direktorenkollege aus Stoob, Franz Josef, meint, dass die Anzahl der teilnehmenden Schüler von der Zusammensetzung der Klassen abhängig sei, vor allem die Einstellung der Eltern zum Skisport und der Geldfaktor seien wichtige Kriterien. „Es fahren weniger Kinder mit, im Schnitt zwei Drittel. Der Trend sind eher weniger alpine Skifahrer und mehr alternative Gruppen“, so Josef.

In Horitschon bzw. Deutschkreutz werden etwa 90 Schüler an der Wintersportwoche teilnehmen. An beiden Standorten gäbe es aber Restklassen mit eigenem Stundenplan, so Direktorin Eva Reumann. Einen Rückgang bei den Teilnehmern kann auch Direktorin Erika Graner von der Neuen Mittelschule in Steinberg beobachten. „Die Schüler können Schi fahren, und wenn eine Gruppe zustande kommt, auch Snowboarden“, so Graner.

"Schüler nicht mehr brennheiß auf Wintersport"

An der Handelsakademie bzw. Handelsschule Oberpullendorf gibt es bereits seit einigen Jahren keine Wintersportwoche mehr. „Die Gründe liegen einerseits im finanziellen Bereich, andererseits auch darin, dass SchülerInnen nicht mehr so brennheiß auf Wintersport sind“, so Schulleiter Robert Friedl. Jedoch gab es in den vergangenen Jahren, Skitage für alle Klassen.

Im Gymnasium fahren die 4. und 5. Klassen auf Skikurs, wie Direktorin Helga Fabsits ausführt. „Das erscheint uns sinnvoll, da die Ausrüstung zweimal verwendet werden kann“, so Fabsits. Der Skikurs dauert heuer fünf Tage, wobei es auch eine Alternativgruppe mit Eislaufen, Schneeschuhwanderung und Langlaufen gibt. „Die Zahl der teilnehmenden SchülerInnen hat sich nicht geändert“, meint die Direktorin.