Ernennungsdekret für Putz: „Mensch im Mittelpunkt“. Dem bekannten burgenländischen Unternehmer Anton Putz aus der Blaufränkischlandgemeinde Horitschon wurde der Titel „Kommerzialrat“ verliehen.

Von Dieter Dank. Erstellt am 10. Juli 2020 (05:14)
Dekretverleihung. Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth und Wirtschaftskammerdirektor Rainer Ribing überreichten Toni Putz (mit Gattin Conny) den Kommerzialrattitel.
Dank

Weitsicht und Kontinuität sind im Leben von Anton Putz seit Jugendtagen wichtige Tugenden, die sich bis heute in seiner unternehmerischen Tätigkeit widerspiegeln. Im Alter von 19 Jahren ist der ehemalige Ratsvikar in die Unternehmensgruppe Leier eingestiegen.

Getragen von einem unbändigem Willen“

Nach der Matura begann der ehemalige Funktionär des Fußballklubs ASK Horitschon die Studien Jus und Handelswissenschaften, widmete sich in der Folge aber vermehrt seiner Tätigkeit im Unternehmen seines Schwiegervaters. Getragen von einem unbändigen Willen, sich aktiv einzubringen, wurden ihm nach und nach mehr Aufgaben übertragen.

Das Unternehmen, das 1965 als Spar-Markt in Horitschon gegründet wurde, vollzog bereits 1970 den Einstieg in die Betonsteinproduktion. Der Gedanke, dass es sich bei der Unternehmensgruppe Leier um einen Familienbetrieb handelt, wird immer in Erinnerung bleiben.

Mittlerweile zählen 40 Werke und Standorte in sieben europäischen Ländern mit 2.300 Mitarbeitern zur Unternehmensgruppe. Für Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth ist die Verleihung des Ernennungsdekrets an Anton Putz etwas Außergewöhnliches, gibt es doch im Jahr nur zwei Persönlichkeiten, die diesen Titel zugesprochen bekommen: „Anton Putz hat nicht nur eine unglaubliche unternehmerische Leistung erbracht, sondern war auch in großem Maße für die Allgemeinheit da.“

Musikalisch und eine stets helfende Hand

Für Nemeth ist Putz ein Mensch, auf den keiner so schnell böse sein kann: „Als Innungsmeister der Wirtschaftskammer ist er nicht nur für die Großen da, sondern setzt sich auch für die Kleinen ein. Dafür möchte ich ein recht herzliches Dankeschön sagen.“

Der leidenschaftliche Jäger war 20 Jahre im Pfarrgemeinderat und 10 Jahre als Ratsvikar tätig. Auch jetzt reicht er der Kirche noch stets seine helfende Hand bei Lesungen und bei der Gabenbereitung. Putz war auch im Heimatverein ASK Horitschon-Unterpetersdorf als unterstützendes Mitglied aktiv und kann auch gut singen.

„Das Leben hat mir gute Karten ausgeteilt“

Sichtlich bewegt nahm Anton Putz die Verleihung zum Kommerzialrat entgegen: „Es ist eine Premiere für mich, bei einer wirtschaftlichen Sache, sei es von der Kammer oder von der Firma, so im Mittelpunkt zu stehen. Zuletzt fragte mich eine Moderatorin, ob mir das Leben gute Karten gegeben hat: Ja hat es, mit meiner Kindheit, meiner Heirat und meiner Familie. Auch bin ich sehr dankbar für die Voraussetzungen und meine Entwicklung im Betrieb meiner Schwiegereltern. Es sind viele Rädchen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.“

„Titel stellvertretend für die guten Mitarbeiter“

Für Putz sind es die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen. Für den Leitbetrieb Leier möchte er weiterhin mit Begeisterung seinen Beitrag leisten, so dass dieser noch lange erfolgreich expandieren kann.

„Es ist kein Lippenbekenntnis, den Kommerzialrat-Titel widme ich stellvertretend den vielen guten und tüchtigen Mitarbeitern. Auch meiner Familie möchte ich ein großes Danke sagen und gemeinsam mit Firmengründer Michael Leier den Betrieb am Laufen halten und Flagge zu zeigen sowie diesen wirtschaftlich und imagemäßig weiterentwickeln.“