Ritzing stimmt für Zubau für Leichenhalle. 307 Personen stimmten für Zubau. 278 Personen waren der Meinung, dass die günstigere Variante – ein Windfang – ausreichend gewesen wäre.

Erstellt am 01. Februar 2017 (09:21)
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In Ritzing fand am vergangenen Sonntag eine Volksabstimmung bezüglich Leichenhalle statt.

585 Personen nahmen an Abstimmung teil

Wie die BVZ bereits im Vorfeld berichtete, wurde im Gemeinderat mit den Stimmen der ÖVP und der Liste für Ritzing (LFR) die Erweiterung der Leichenhalle, die Schaffung eines Urnenhains und die Fertigstellung der Einfriedung (Zaun) mehrheitlich beschlossen.

Die SPÖ stimmte dagegen, da sie der Meinung war, das Projekt sei zu teuer. Aus diesem Grund sammelte die SPÖ Ritzing 250 Unterschriften, damit zu diesem Thema eine Volksabstimmung gemacht wird.

In Ritzing waren am Sonntag 935 Personen wahlberechtigt. 585 Personen (62,5 Prozent) nahmen an der Abstimmung zur Zukunft der Leichenhalle teil. 307 Personen stimmten für das Projekt, 278 Personen dagegen. Somit wird das Projekt, wie im Gemeinderat beschlossen, umgesetzt.

"Kosten von maximal 120.000 Euro"

„Ich finde es positiv, dass sich die Bevölkerung nach ihrem Hausverstand gerichtet und sich für das Projekt ausgesprochen hat. Die Kosten dafür würden maximal 120.000 Euro betragen und ist notwendig, weil derzeit oft nicht alle Trauergäste bei Begräbnissen Platz in der Leichenhalle haben. Jetzt steht uns die Einreichungsphase bevor. Sobald wir alle Genehmigungen am Tisch liegen haben, werden wir mit dem Um- und Zubau der Leichenhalle beginnen“, so ÖVP-Bürgermeister Walter Roisz.

Vizebürgermeister Johann Reißner (SPÖ) akzeptiert die Entscheidung: „Die Bürger haben entschieden und das haben wir zu akzeptieren. Aufgrund des Ergebnisses sieht man, dass es durchaus legitim war, eine Volksabstimmung zu machen. In den vergangenen Monaten zwischen Einbringung des Antrags zur Volksabstimmung bis zum Tag der Volksabstimmung hätte man jedoch noch über das Projekt diskutieren müssen.

Eventuell hätte man den Zubau etwas kleiner planen oder mehr Leute in die Entscheidung einbinden können. So hätte man einen besseren Konsens bei der Volksabstimmung erzielt. So kann man sagen, dass die Hälfte der Bevölkerung für und die andere Hälfte dagegen ist“, so Vizebürgermeister Johann Reißner abschließend.