Deutschkreutz: Bürgermeister-Amt soll übergeben werden. Manfred Kölly legt sein Bürgermeisteramt zurück. Petra Aminger, Andreas Kacsits und Johann Steinhofer wollen Nachfolger werden.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 26. August 2021 (03:03)
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Gehen ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Petra Aminger (LBL), Andreas Kacsits (ÖVP) und Johann Steinhofer (SPÖ).
zVg

Mitte Juli wies der Oberste Gerichtshof die Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde von Bürgermeister Manfred Kölly im Amtsmissbrauch-Prozess zurück. Das Landesgericht hatte in seinem ersten Urteil im Dezember 27.000 Euro und eine bedingte 17-monatige Haftstrafe als Strafrahmen festgelegt. Kölly wurde verurteilt, weil er 16 Stimmzettel bei der Gemeinderatswahl 2017 selbst ausgefüllt und im Nachhinein versucht haben soll, Einfluss auf die Aussage einer Zeugin zu nehmen. Das Oberlandesgericht Wien wird die Höhe der Strafe im Herbst nun erneut verhandeln. Bei mehr als zwölf Monaten bedingt muss die Landesregierung ein Mandatsverlust-Verfahren einleiten.

Manfred Kölly (LBL) hat unabhängig vom endgültigen Strafrahmen schon im Frühling angekündigt sein Amt im September an eine Frau zu übergeben. Der Amtswechsel wird nun am Montag, dem 6. September stattfinden. Der künftige Bürgermeister von Deutschkreutz wird bis zur Gemeinderatswahl im Herbst 2022 vom Gemeinderat aus seiner Mitte gewählt.

Kandidaten stehen fest

Für das Bündnis Liste Burgenland (LBL) wird sich die bisherige Gemeindevorständin Petra Aminger zur Wahl stellen. Sie wurde einstimmig von der Partei zur Kandidatin gewählt. „Die LBL ist daran interessiert, auch weiterhin den Bürgermeister zu stellen. Ich bin motiviert die Arbeit von Manfred weiterzuführen und den aktiven Weg fortzusetzen. Mein Ziel ist es, das Beste für Deutschkreutz herauszuholen. Als Frau hat man auch andere Blickwinkel, ich denke die Zeit ist reif für eine Frau als Bürgermeisterin“, so Aminger.

Die ÖVP hat sich für Vizebürgermeister Andreas Kacsits als Kandidaten für die Wahl entschieden. „Es ist höchste Zeit, dass Manfred Kölly sein Amt als Bürgermeister zurücklegt, wie auch immer die Wahl ausgehen wird“, so Kacsits.

Seitens der SPÖ wird sich Gemeindevorstand und Ortsparteivorsitzender Johann Steinhofer der Wahl stellen. „Es ist höchste Eisenbahn für eine Neuwahl. Ich bin gespannt wie diese ausgehen wird, da es viele mögliche Szenarien gibt“, so Steinhofer.