Wasserverband führt Poolfüll-Kalender ein

Verbrauchsspitzen sollen auf diese Weise abgeflacht werden.

Erstellt am 25. März 2021 | 04:55
Swimming Pool
Symbolbild
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Aufgrund der steigenden Zunahme von Einbau- und Aufstellpools in privaten Eigenheimen hat nun der Wasser- und Abwasserverband Lockenhaus und Umgebung (WAVL) einen Poolfüll-Kalender ins Leben gerufen, um eine durchgehende Trinkwasserversorgung auch in verbrauchsintensiven Monaten gewährleisten zu können.

Laut Obmann Ernst Dorner hätte es teilweise aufgrund der Pool-Befüllungen im April und Mai höhere Verbrauchsspitzen gegeben als im Sommer. „Unser Ziel war es, dies zu lenken, um die Daseinsvorsorge sicherzustellen, denn es braucht Trinkwasser, Löschwasser,...“, so Dorner. „Uns geht es darum, die Verbrauchsspitze flacher zu machen, so dass man alle gleichermaßen bedienen kann, ohne dass jemand auf etwas verzichten muss.“ Wichtig war dem Verband dabei eine Lösung zu finden, bei der der administrative Aufwand weder für die Kunden noch für den Verband zu hoch ist.

Befüllungen von Pools mit einem Volumen von über 15 Kubikmeter müssen in den Verbandsgemeinden ab sofort über ein Online-Tool auf der Homepage des Wasserverbandes (www.wavl.at/poolkalender) angemeldet werden, um so eine gleichmäßigere Verteilung in Hochverbrauchsphasen sicherzustellen. Je nach ausgewähltem Versorgungsnetz – im Online-Tool ist der Wohnort anzuklicken – sind bis zu drei Füllungen pro Tag möglich. Seitens des Verbandes wird ersucht auch Termine unter der Woche und in Schlechtwetterphasen zu nutzen und nicht ausschließlich auf sonnenreiche und warme Wochenenden zu warten. Nach erfolgter Eintragung erhält der Kunde eine Email-Bestätigung mit Erinnerungsfunktion. „Sollte jemand keinen Computer haben, dann kann er auch beim Verband anrufen“, führt Obmann Ernst Dorner aus.

Aktuell liegen beim bereits 90 Anmeldungen für Pool-Befüllungen beim WAVL vor. „Dieses System spart auch Geld“, verweist Dorner darauf, dass in Spitzenverbrauchszeiten Wasser vom Wasserverband Mittleres Burgenland zugekauft wird. „Dadurch sollten solche Zukäufe weniger werden“, so Dorner.