104.000 helfende Hände in Oberpullendorf

Maria Lehner und Mike Kern präsentierten in Oberpullendorf das Projekt „Hand to Hand“, mit dem sie Spenden für Kinder sammeln wollen.

BVZ Redaktion Erstellt am 22. Dezember 2016 | 05:01
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Weltweites Zeichen des Miteinanders: Mike Kern und Maria Lehner wollen noch mehr Hände sammeln. In Oberpullendorf stellten sie ihr Projekt vor.
Foto: Grabner

Jedes Kind malt irgendwann den Umriss seiner eigenen Hand nach. Mehr als 104.000 solcher Zeichnungen hat Maria Lehner das ganze heurige Jahr gesammelt. Schulkinder und ältere Menschen, Personen aus allen Schichten haben die Aktion unterstützt. Und auch Prominente wie DJ Ötzi, Teamkicker Christian Fuchs, ÖSV-Adler Stefan Kraft, Hansi Hinterseer oder die Spieler des Villacher Eishockeyteams VSV haben dafür ihren Handumriss mit einem Gruß und Autogramm versehen.

Hände sollen um die Welt gehen

„In erster Linie geht es um ein Zeichen des Miteinanders und darum die Worldmessage ‚Hand to Hand – Peace, Love, Tolerance‘ auch zu leben“, betont Lehner. Teile der 104.000 gesammelten Hände gehen nun um die Welt zu Institutionen, wo es um Kinderhilfe geht. Die Hände werden dort ausgemalt und daraus jeweils eine Collage gestaltet. In weiterer Folge möchte man internationale Firmen gewinnen, die auf den Collagen ihr Logo finanzieren und dafür einen Euro pro Hand für einen guten Zweck zur Verfügung stellen. Aus allen Prominentenhänden soll ebenfalls eine Collage für ein karitatives Projekt entstehen. Unter anderem hat man ins Auge gefasst den Bau eines Spitals in Kenia sowie eines Dorf für Straßenkinder in Kenia zu unterstützen. Gleichzeitig wird ein Weltrekord mit der weltgrößten Collage angestrebt, um die Botschaft des Miteinanders noch mehr zu forcieren.

Lehner wollte etwas zurückgeben

Die Initiative „Hand to Hand“ ist aus dem Projekt „Fly with me“ hervorgegangen, das Maria Lehner nach eigenen Erlebnissen mit ihrem Sohn, die sie zwei Jahre an ihre Grenzen gebracht haben, 2013 gegründet hat. „Ich habe es mit viel Wunder gut geschafft und wollte etwas zurückgeben“, meint Lehner. Die Idee den Adlerflug als Symbol zu verwenden, hatte Lehners Mutter. „Die Adlermutter wirft ihre Jungen aus dem Nest und unterfliegt sie so lange, bis sie allein fliegen können“, schildert Lehner. Auf ähnliche Art und Weise versucht sie kranken, behinderten und bedürftigen Kindern unter die Arme zu greifen.

In nur zwei Projektjahren konnten über 100.000 Euro in Form von Geldspenden oder Heilbedarf aufgestellt werden. Für das dritte Jahr will Lehner eine Million Euro schaffen. Sie selbst bekommt bei ihrem ehrgeizigen Ziel Unterstützung von Mike Kern aus Draßmarkt, der mit ihr Ideen entwickelt und für die Öffentlichkeitsarbeit sorgt.