Arztsuche: Auch dritte Ausschreibung erfolgslos

Die Stelle in Weppersdorf ist nochmals ausgeschrieben worden. Die Planungen für die neue Gesundheitseinrichtung laufen.

Erstellt am 26. Dezember 2020 | 03:17
Arzt Symbolbild
Um Streitfälle zwischen Ärzten und Patienten außergerichtlich zu regeln, wurde die Schiedsstelle der Ärztekammer gegründet. Patienten können sich an die Stelle wenden, wenn sie glauben, dass eine Behandlung im Spital oder durch niedergelassene Ärzte fehlerhaft war.   
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Im Frühjahr 2021 soll der Spatenstich für die neue Gesundheitseinrichtung in Weppersdorf erfolgen. Das Architektenbüro Taschner-Kinger wurde von der OSG (Oberwarter Siedlungsgenossenschaft) mit der Planung beauftragt. Die ersten Entwürfe wurden bereits vorgelegt und diskutiert. Ein Facharzt und zwei Gesundheitsdienstleister haben ihr Interesse bekundet und wollen sich hier einmieten.

Neuer Arzt könnte Planung mitgestalten

„Am 9. Dezember endete die dritte Ausschreibung für die Nachfolge von Ärztin Elisabeth Rosanitsch als Allgemeinmediziner in Weppersdorf erfolglos“ so Vizebürgermeister Karl Degendorfer. Die neuerliche Ausschreibung läuft bereits, die Bewerbungsfrist dauert bis zum 14. Jänner. „Besonders positiv wäre, wenn ein Arzt sehr bald gefunden werden könnte, denn der könnte zurzeit noch in die Planung eingreifen und seine Ideen einbringen. Weitere Gesundheitsdienstleister bzw. Wahlärzte werden gesucht und können sich bei der Gemeinde melden“, führt Vizebürgermeister Karl Degendorfer weiter aus.

Der Zeitplan sieht derzeit so aus, dass die Planung und Ausschreibung der Arbeiten bis zum Frühjahr 2021 erfolgt, danach der Baubeginn und die Eröffnung, die für den Herbst 2022 vorgesehen ist.

„Der römisch-katholischen Pfarrgemeinde Weppersdorf ist es wichtig – und das war auch Bedingung für den Baurechtsvertrag mit der OSG – dass auf den Pfarrgründen eine Gesundheitseinrichtung entsteht. Um weitarbeiten zu können, hat der Gemeinderat in der Sitzung am 23. November einstimmig den Grundsatzbeschluss gefasst, dass die Gemeinde hinter diesem Projekt steht und auch für den Fall, dass bis zu der Eröffnung im Herbst 2022 kein Allgemeinmediziner gefunden wird, sie die Miete (Ausfallshaftung) für die Flächen dieser Ordination übernimmt, befristet auf ein Jahr“, erklärt Degendorfer weiter.

Im Obergeschoß der neuen Gesundheitseinrichtung sind fünf Wohnungen mit je circa sechzig Quadratmetern geplant. Da das derzeit bestehende Pfarrhaus abgerissen wird, soll die römisch-katholische Pfarrgemeinde auf diesem Areal auch entsprechende Räumlichkeiten erhalten, in denen in Zukunft Sitzungen, Feiern und kleine Veranstaltungen durchgeführt werden können.

Vielfältige Wohnprojekte

Auf den Pfarrgründen sollen neben der Gesundheitseinrichtung im Endausbau drei Wohnblöcke mit je acht Wohnungen für das „Wohnen im Alter“ entstehen. Der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt erfolgte bereits (die BVZ berichtete).

Kurz davor gab es den Spatenstich für die Projekte der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft am Gartenweg. Hier entstehen in der ersten Phase zwei Mal zwei Reihenhäuser (Endausbau: acht Reihenhäuser) und eine Wohnhausanlage mit sechs Wohneinheiten (Endausbau: 24 Wohneinheiten). Der Baubeginn bei der Reihenhaus- und der Wohnhausanlage war bereits Ende November.