2021 war kühler als Jahre davor

Erstellt am 07. Februar 2022 | 05:05
Lesezeit: 2 Min
„Wetterfrosch“. Alexander Konrad
„Wetterfrosch“. Alexander Konrad zeichnet seit zwei Jahrzehnten das Wetter auf.
Foto: BVZ
Alexander Konrad erstellte einen meteorologischen Jahresbericht.
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„Das Jahr 2021 war zwar wärmer als im langjährigen Mittel, allerdings mit einer Durchschnittstemperatur von 9,21 Grad nur um 0,77 Grad zu warm und somit deutlich kühler als die letzten Jahre. Noch kühler war es zuletzt 2013“, bilanziert Alexander Konrad, der seit 21 Jahren eine Wetterstation in Salmannsdorf betreibt.

Zwei außergewöhnlich warme Monate waren Feber und Juni, deutlich zu kalt April und Mai. Auch der August und Oktober waren zu kalt, womit es erstmals seit 2011 vier zu kalte Monate in einem Jahr gab. 2021 registrierte Alexander Konrad an seiner Messstation nur sechs Tropentage (Maximum mindestens 30 Grad) – der wärmste Tag war der 8. Juli mit 31,7 Grad. „Damit liegt er in der nun schon 21-jährigen ‚Hitparade’ gerade einmal auf Platz 82“, so Konrad. Weiters wurden 48 Sommertage (Maximum mindestens 25 Grad) verzeichnet.

Zum Vergleich: Der Rekord an Sommertagen aus dem Jahr 2003 liegt bei 76. Der 13. Februar brachte mit -12 Grad den kältesten Tag seit dem 1. März 2018. Die Jahresniederschlagsmenge betrug 635,3 Liter pro Quadratmeter. Damit rangiert 2021 auf Platz 6 der trockensten Jahre der Messstation. Die Sonnenscheindauer lag mit 2397,9 Stunden im oberen Mittelfeld, aber vom Rekord aus 2003 (2550,5 Stunden) doch noch ein gutes Stück entfernt. Der Winter 2020/21 brachte ausreichend Schnee – 67,5 Zentimeter insgesamt mit einer geschlossenen Schneedecke an 45 Tagen.

Über den Winter 2021/22 will Konrad nur verraten, dass der 1. Jänner 2022 mit einer Höchsttemperatur von 14,7 Grad der bisher wärmste Neujahrstag war, denn „im Mittelalter stand auf Wettervorhersage die Todesstrafe und obwohl das Mittelalter doch schon einige Tage vorbei ist, will ich nichts riskieren.“

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