Lockenhaus: Hafner zieht sich zurück

Erstellt am 06. Oktober 2022 | 05:23
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8489159_opu40m_lock_spoewahl.jpg
Rathauskeller im roten Licht. Die SPÖ rund um Spitzenkandidat Michael Kefeder und Gemeindeparteivorsitzenden Christoph Frühstück feierte ihren Erfolg.
Foto: SPÖ
SPÖ gewann drei zusätzliche Mandate und verpasste ein viertes nur um zwei Stimmen. ÖVP wird sich neu aufstellen.
Werbung

„Die Ausgangslage für uns war, dass wir dazugewinnen und den Bürgermeister halten wollen, dass der Zugewinn so stark ausgefallen ist, war schon überraschend“, freute sich SPÖ-Spitzenkandidat Michael Kefeder riesig über das große Vertrauen gleich bei seinem ersten Antreten. Nicht nur dass er bei der Bürgermeisterwahl 76,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte und damit das Ergebnis der letzten Wahl beim Anteil der Bürgermeisterstimmen noch um 17,8 Prozent toppen konnte, gewann die SPÖ mit einem Plus von 13,8 Prozent noch drei weitere Mandate im Gemeinderat.

„Zwei Stimmen hätten auf ein viertes Mandat noch gefehlt, aber das ist ein Luxusproblem“, schmunzelt Spitzenkandidat Michael Kefeder, der durch das Ergebnis im Bürgermeisteramt bestätigt wurde. „Das Ergebnis zeigt das hohe Vertrauen ins Team und ist für uns eine große Verantwortung und ein Auftrag, uns für die Bürger einzusetzen und in jeder Ortschaft die Gemeinde positiv weiterzuentwickeln“, so Kefeder.

Künftig wird ihm dabei ein Vizebürgermeister aus seiner eigenen Fraktion zur Seite stehen, denn aufgrund der Mandatsverschiebungen steht dieser nun der SPÖ zu.

Die bisherige Vizebürgermeisterin und ÖVP-Spitzenkandidatin Gabriele Hafner ist hingegen angesichts des Verlusts von zwei Mandaten „total enttäuscht“.

„Aber die Wahl ist geschlagen und das Ergebnis hat man zu akzeptieren, sonst würden wir ja keine Wahlen brauchen“, so Hafner, die sich aber bei ihren Hochstraßern bedanken möchte, ist doch Hochstraß der einzige Ortsteil mit einer ÖVP-Mehrheit bei der Gemeinderatswahl geblieben. Man müsse nun analysieren, wo die Fehler gelegen sind. „Wir haben leider auch keine Landes- oder Parteijobs, die wir beschaffen können“, so Hafner. „Ich nehme meinen Teil als Frontfrau auf mich und ziehe die Konsequenzen. Ich ziehe mich aus der Politik zurück, dass sich die ÖVP neu und vielleicht jünger aufstellen kann.“ Die FPÖ hat eines ihrer beiden Mandate verloren, Spitzenkandidat Sandro Waldmann, gleichzeitig FPÖ-Bezirksparteiobmann, meint aber: „Ich bin zum ersten Mal angetreten und für das erste Mal, ist es ganz ok. Ich bin im Gemeinderat drin und das ist schon eine Basis.“

Werbung