Internationaler Romatag: Schritt für Schritt in Oberwart

Erstellt am 15. April 2022 | 05:35
Lesezeit: 2 Min
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Internationaler Tag der Roma im OHO. Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller, Marion Dworzack, Horst Horvath, Gilda-Nancy Horvath, Andreas Lehner, Martin Horvath, Bürgermeister Georg Rosner, Emmerich Gärtner-Horvath, Nationalrat Christian Drobits und Valerie Stojka. Foto: Lexi
Foto: BVZ
Der Internationale Roma-Tag macht auf die Diskriminierung der Roma aufmerksam und feierte zugleich ihre Kultur.
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Der 8. April, der Internationale Tag der Roma, rückt die Volksgruppe jedes Jahr in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Bei einer Podiumsdiskussion im Parlament, bei der es um die Roma-Strategie 2030 und um eine weitere Verbesserung der Lage der Roma in Österreich ging, konnten VertreterInnen der Roma-Community, darunter auch Katharina Graf-Janoska und Gilda-Nancy Horvath sowie Andreas Lehner und Horst Horvath von der Roma Volkshochschule Burgenland ein Positionspapier zur Errichtung einer Gedenkstätte für die in der NS-Zeit ermordeten Roma und Sinti in Wien an Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka übergeben. Damit will man zeitnah einen zentralen Gedenkort der Republik schaffen.

„Was nur nach einer politischen Formalität aussieht, ist der Erfolg einer wegweisenden Kooperation der Roma-Communities in Österreich. Sowohl migrantische als auch autochthone Organisationen und AktivistInnen erarbeiteten vereint das Positionspapier, das den jahrelangen politischen Stillstand zu diesem Thema beendete“, heißt es dazu von der Roma Volkshochschule Burgenland. Auch im Offenen Haus Oberwart beging man den Internationalen Tag der Roma mit der alljährlichen Tagung, die sich mit der Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe der Romnija und Sintizze unter dem Gesichtspunkt von „Hass im Netz“ widmete.

Andreas Lehner, Vorsitzender der Roma VHS, betonte, dass Rassismus noch immer in den Köpfen zu vieler Menschen fest verankert ist und dass es eines gesellschaftlichen Kraftaktes bedarf, um dieses Übel zurückzudrängen. Nicht die Roma sind das ‚Problem‘, wie immer wieder behauptet wird, sondern der in unserer Gesellschaft immenente Rassismus.“

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