Der letzte Dreschkirtag geht über die Bühne. Nach der achten Auflage von 12. bis 15. August ist Schluss mit dem Rechnitzer Dreschkirtag. Veranstalter Dietmar Lindau klagt über hohe Auflagen und extremes Risiko.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 01. August 2018 (04:42)
Pekovics
Viele Hände, tolles Fest. Das Team des Dreschkirtags rund um Dietmar Lindau und seine Söhne wird heuer das letzte Mal gemeinsam anpacken, um einen tollen Dreschkirtag zu veranstalten. Eine Neuauflage im Jahr 2019 schließt der Veranstalter zum heutigen Zeitpunkt definitiv aus.

5.500 Schnitzel, 27 historische Dreschmaschinen, die Entwicklung von 100 Jahre Getreideernte an einem Tag – das sind nur drei Punkte, die den Dreschkirtag in Rechnitz heuer bereits zum achten Mal zu einem Fest für die ganze Familie machen.

Allerdings zum letzten Mal, wie Veranstalter Dietmer Lindau im Rahmen der Pressekonferenz vor einer Woche bekannt gab: „Wir haben es als ein paar ‚Verrückte‘ geschafft, die historischen Feldtage aufzubauen und uns einen guten Namen gemacht. Leider wird es 2019 aufgrund der immer strenger werdenden Auflagen und Vorschriften keinen Dreschkirtag geben. Als persönlich haftender Unternehmer ist mir das Risiko zu groß“, begründet Lindau die Entscheidung. Bei einem Einsatz von knapp 160.000 Euro würden gerade einmal 8.000 Euro übrig bleiben. „Schade, dass sich keine große Organisation findet, die uns unterstützt. Ohne Hilfe geht es leider nicht mehr, wir müssen einen Schlussstrich ziehen“, sagt Lindau, verweist aber auch auf seine Söhne: „Was dann in einigen Jahren passiert, wird man ja sehen.“

Dreschkirtag: Party zum großen Abschied

Auf den heurigen Dreschkirtag hat das aber keine Auswirkungen: Für die musikalische Unterhaltung sorgen Größen wie das Nockalm Quintett oder Die Seer, am Sonntag (12. August) und Mittwoch (15. August) kommen dann wieder die Maschinen der historischen Landtechnik zum Einsatz. Erstmals wird es übrigens auch eine Mähdrescher-Parade mit zwölf Geräten (1920 bis 1960) geben (jeweils um 13 Uhr). Eine Premiere ist auch der Einsatz einer Großdreschmaschine, Baujahr 2012.