Arzt für Bernstein gesucht

Erstellt am 19. November 2022 | 04:45
Lesezeit: 2 Min
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Foto: Shutterstock.com/blueplanetstudio
Die erste Ausschreibung lief erfolglos. Bernsteins Ortschefin zeigt sich dennoch optimistisch.
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Der Bernsteiner Allgemeinmediziner Andreas Kraus geht mit Ende März in Pension. Die Stelle wurde nun erstmals ausgeschrieben, ein Nachfolger hat sich aber noch nicht gefunden.

„Ich bin dennoch sehr zuversichtlich“, sagt Bürgermeisterin Renate Habetler. „Wir haben ein eigenes Ärztezentrum gebaut und als besonderes Zuckerl eine Extra-Förderung vorgesehen. Nicht nur die vom Land Burgenland, auch eine von der Gemeinde“, sagt Habetler.

„Denn der Bedarf ist schon sehr groß. Nicht nur für die Patienten aus allen Ortsteilen, auch aus Unterkohlstätten. Wir haben ein großes Einzugsgebiet“, so die Ortschefin. Wobei es natürlich keine Patentlösung gibt, um mehr Ärzte für eine Tätigkeit auf dem Land zu begeistern.

Ärztemangel ist ein demographisches Problem.

Dass der Ärztemangel zu einer Bedrohung werden könnte, wusste man schon 2017. Experten warnten, das Problem allzu entspannt zu sehen, doch diese Warnungen wurden zu Beginn nicht ernst genug genommen.

Die Fakten sehen anders aus: Die Menschen werden immer älter. 2018 waren fünf Prozent der österreichischen Bevölkerung über 80 Jahre alt, 2050 wird der Anteil auf 11 Prozent steigen. Zusätzliches Problem: Auch die Ärzte werden älter und gehen in Pension. Ein neuer Allgemeinmediziner in Bernstein würde ein regionales Ausrufezeichen setzen.

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