Erstellt am 23. Januar 2017, 05:46

von BVZ Redaktion

Oberwarter Liedermacher Pomper vor dem Parlament. Harald Pomper ist gegen die weitere Verschiebung der Macht hin zu Großkonzernen.

Kritik an EU. Kaum jemand hätte wirklich Ein- und Durchblick, wer welche Entscheidung trifft und vor allem, wer diese Entscheidungen beeinflusst, ist Satiriker Harald Pomper aus Oberwart überzeugt.  |  BVZ, zVg

Mit einer ungewöhnlichen Aktion protestierte der Songwriter, Satiriker und Wachstumskritiker Harald Pomper vor dem Parlament. Mit einer von ihm neu gestalteten „EU-Fahne“ möchte er auf die schleichende Entdemokratisierung in Europa zugunsten multinationaler Konzerne hinweisen.

„Ich bin kein Gegner der Globalisierung oder gar eines vereinten Europa, aber die EU ist in der derzeitigen Form ein nur wenig demokratisches Gebilde“, sagt Pomper. Für ihn ist TTIP keineswegs vom Tisch. „CETA ist das Trojanische Pferd für amerikanische Multis und eine Paralleljustiz. Es wird für diverse Großkonzerne kein Problem sein, einen Briefkasten in Kanada aufzuhängen und über diesen Umweg Geschäfte mit Europa abzuwickeln“, ist der Satiriker überzeugt.

Mitbestimmung in Europa war das Hauptargument für den EU-Beitritt 1995. Jedoch nur ganz wenige Menschen wissen, was hinter verschlossenen Türen in Brüssel vor sich geht. Nur ein Umdenken in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und ein Einbeziehen der Bürger wird die EU retten können“, zeigte sich der Kritiker und Befürworter eines vereinten Kontinents überzeugt. Nationalismus wäre hingegen keine Lösung.