Investor soll auch das Golfprojekt übernehmen . Die WSF-Gruppe möchte am internationalen Markt einen Investor suchen, der auch das Golfprojekt übernimmt.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 27. November 2019 (04:18)
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Ungewisse Zeiten für den AktivPark: ein neuer Eigentümer wird gesucht, er soll das Hotel und auch das geplante Golf-Projekt übernehmen.
DMF

Neue Bewegung gibt es in der Causa AktivPark. Das Land hat in einer Stellungnahme von Gesamtverkehrskoordinator Peter Zinggl an die Stadt eine Erklärung zu den Differenzen mit dem Betreiber, der WSF-Gruppe, abgegeben. Demnach lautet der Vorschlag des Landes „einen Masterplan für die Bauflächen zu erstellen und diesen in das örtliche Entwicklungskonzept aufzunehmen.“

Die Umwidmungen sollen, wie auch schon bisher vorgegeben, immer erst nach der Bebauung eines Abschnittes erfolgen. Zinggl weist auch darauf hin, dass dadurch verhindert werden soll, dass das Bauland zu einem Spekulationsobjekt wird. Nachteile für den Betreiber, die WSF-Gruppe, sieht er keine, bis auf den einen Punkt, dass die Infrastruktur dann auch nur schrittweise erfolgen kann.

„Wir suchen einen Käufer für den AktivPark und das Golfprojekt. Wenn das nicht realisierbar ist, dann wird der AktivPark alleine verkauft.“ Alexander Fuchs-Robetin, Geschäftsführer WSF-Gruppe

Alexander Fuchs-Robetin, Geschäftsführer der WSF-Gruppe, sieht die Sachlage differenzierter: „Das ist natürlich eine verkürzte Darstellung der Gesamtsituation, denn dass dieser Plan im örtlichen Entwicklungskonzept integriert werden soll, das es noch gar nicht gibt, ist schwierig. Das ist ein komplizierter Vorgang, der jahrelang dauert. Wir haben auch der grundbücherlichen Sicherstellung zugestimmt, damit es zu keinen Spekulationen kommen kann, aber es hat leider nichts genützt. Man hat sich nicht bemüht, mit uns einen Konsens zu finden. Nun ist die Frage, wie es weitergeht. Wir suchen jetzt einen Käufer. Falls kein Käufer gefunden wird, muss man die Sachlage neu überdenken.“

Und Fuchs-Robetin weiter: „Auch die Gemeinde würde von der Infrastruktur profitieren. Wir suchen einen Käufer für den AktivPark und das Golfprojekt. Wenn das nicht realisierbar ist, dann wird der AktivPark alleine verkauft.“ Bürgermeister Vinzenz Knor möchte die WSF-Gruppe beim Verkauf unterstützen: „Wenn wir als Stadtgemeinde helfen wollen, müssen wir auch wissen, was es kostet. Als Orientierung wurde uns ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag für einen Kauf genannt“, so Knor, „wir reden nun mit möglichen Investoren.“

Investorensuche auch im Ausland

Um sich vor Ort ein Bild über die aktuelle Lage zu machen und die Verantwortlichen beider Seiten (Land und WSF-Gruppe) in persönlichen Kontakt zu bringen, lud Landtagspräsidentin Verena Dunst alle Beteiligten zu einem Gespräch. „Ich wollte ein Gespräch mit den Verantwortlichen führen, es geht schließlich um einen wichtigen Standort und Arbeitsplätze im Südburgenland.“ Mit dabei waren Südburgenlandmanager Werner Unger, Harald Zagiczek (Geschäftsführer der Wirtschaft Burgenland) und AktivPark-Geschäftsführer Alexander Fuchs-Robetin.

„Ich kenne Fuchs-Robetin schon lange, deshalb wollte ich noch einmal die Positionen hinterfragen. Das Thema Nummer eins dabei ist, wo ich unterstützend eingreifen und mitarbeiten kann.“ Aufgrund der im Raum stehenden internationalen Ausschreibung war es für Dunst deshalb wichtig, den WSF-Geschäftsführer mit dem WiBuG-Geschäftsführer bekannt zu machen.

„Die WiBuG möchte bei der Suche nach einem Investor das Unternehmen unterstützen“, erklärt Dunst. Eine Ausschreibung wurde bisher noch nicht getätigt. Sobald diese erfolgt ist, soll es weitere Gespräche geben. „Ich bin froh, dass uns zugesichert wurde, dass der AktivPark bis auf Weiteres geöffnet bleibt“, freut sich Landtagspräsidentin Verena Dunst. „Das Gespräch war in guter Atmosphäre, die Bemühungen waren spürbar“, so Fuchs. „Wir werden in Kontakt bleiben.“

ÖVP fordert eine Bürgerversammlung

Vizebürgermeister Alois Mondschein wünscht sich eine lückenlose Aufklärung: „Wir fordern eine Bürgerversammlung, in der alle Beteiligten das Projekt mit allen Details präsentieren. Erst dann können sich die Güssinger ein Bild machen und entscheiden, ob sie dafür sind. Aus meiner Sicht wäre das eine Erleichterung für alle Beteiligten.“