Pinkafeld hat "Sicherheitsinsel" im Katastrophenfall. Pinkafeld ist eine von drei Gemeinden, die im Rahmen eines Pilotprojekts eine „Sicherheitsinsel“ für den Krisen- und Katastrophenfall eingerichtet hat.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 22. Januar 2020 (03:06)
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Projekt „Sicherheitsinsel“ vorgestellt. Vertreter von Politik, Feuerwehr und Firmen für Notfallversorgung in Pinkafeld.
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Länger anhaltende Stromausfälle, sogenannte „Blackouts“ werden im technologischen Zeitalter immer wahrscheinlicher. Um die allgemeine Sicherheit in Ausnahmesituationen gewährleisten zu können, sollte in jeweils einem Gebäude jeder Gemeinde des Burgenlandes eine „Sicherheitsinsel“ eingerichtet werden.

Feuewehrhaus dient als „Sicherheitsinsel“

In einem Pilotprojekt haben drei Gemeinden eine solche „Sicherheitsinsel“ geschaffen, in Pinkafeld befindet sich diese im Gebäude der Stadtfeuerwehr. Dieses kann, laut Stadtfeuerwehrkommandant Kurt Tripamer, im Notfall mit einem Notstromgenerator eine Woche lang versorgt werden und soll erste Anlaufstelle für die Bevölkerung sein, die dort Hilfe und Informationen bekommen soll. Im Katastrophenfall wird es dort auch Notfallsnahrungsmittel geben, zum Beispiel Roggen-Vollkornbrot in Dosen. Auch Produkte von Felix Austria sind als Notfall-Nahrungsmittel geeignet. „Um für den Krisen- und Katastrophenfall bestens gerüstet zu sein, ist es entscheidend, bereits vor einem tatsächlichen Ereignis die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Die Sicherheitsinseln sind ein Teil einer Reihe von Maßnahmen, die in Zusammenarbeit mit den Einsatzorganisationen und Behörden auf Gemeinde-, Bezirks- und Landesebene getroffen werden, um derartige Ereignisse bestmöglich zu bewältigen und der Bevölkerung im Ernstfall sofort Hilfe anbieten zu können“, erklärte der Landeshauptmann-Stellvertreter. Grundsätzlich sei jeder Haushalt aufgerufen, selbst gewisse Vorsorgemaßnahen zu treffen und etwa haltbare Lebensmittel einzulagern.

„Die Stadtfeuerwehr Pinkafeld hat in ihrer langen Geschichte immer wieder eine Vorreiterrolle eingenommen, so auch bei diesem Projekt“, sagt Bürgermeister Kurt Maczek.