Hochbetrieb bei AMS-Stellen im Land. Im Burgenland waren mit 31. März 13.814 Personen arbeitslos, Tendenz steigend. Für die AMS-Mitarbeiter im Burgenland ist das ein Marathon.

Von Carina Fenz. Erstellt am 02. April 2020 (05:45)
Symbolbild
APA (Pfarrhofer)

Auf dem Arbeitsmarkt tun sich in Zeiten der Corona-Krise neue Abgründe auf. Seit den verordneten Schließungen im Tourismus, der Gastronomie und weiten Teilen des Handels kam es zum Abbau von fast 200.000 Personen in Österreich. Auch im Burgenland steigt die Zahl an Arbeitslosen enorm. Mit 31. März waren im Burgenland 13.814 Personen arbeitslos, das ist ein Plus von 61,5 Prozent (+5.262 Personen). Im Bezirk Oberwart waren mit 31. März 3.187 Personen (+64,3 Prozent), im Bezirk Güssing 1.347 (+79,4 Prozent) und im Bezirk Jennersdorf 934 (+127,3 Prozent) arbeitslos gemeldet. Ein enormer Anstieg, der auch die Mitarbeiter des AMS vor neue Herausforderungen stellt.

„Die Mitarbeiter arbeiten am Limit, um die Existenzsicherung für die Personen zu gewährleisten und die Kurzarbeit-Beratungen abzuwickeln.“ AMS-Stegersbach-Leiterin Sonja Marh

„Alle Mitarbeiter arbeiten auf Hochtouren, um Kundenanfragen und -anliegen abzuarbeiten. Leider schaffen wir es nicht, trotz Konzentration auf die zwei Hauptbereiche - neue Arbeitslosmeldungen und Kurzarbeitanfragen - und Erbringung von Überstunden, zeitgerecht abzuarbeiten. Dies wird noch eine gewisse Zeit so andauern, jedoch werden wir die Situation in den Griff bekommen. Natürlich waren wir auf so eine Explosion nicht vorbereitet, sind aber trotzdem engagiert und versuchen, so schnell wie möglich allen zu helfen“, heißt es dazu vom AMS-Jennersdorf-Leiter Harald Braun. Ähnlich ist die Situation auch beim AMS in Stegersbach.

„Die Mitarbeiter arbeiten am Limit, um die Existenzsicherung für die Personen zu gewährleisten und die Kurzarbeit-Beratungen abzuwickeln. Wir haben mit Telearbeit begonnen, um die Aufrechterhaltung des Betriebes zu gewährleisten. Ich bin beeindruckt wie reibungslos, selbst in dieser Ausnahmesituation, alles abläuft. Jeder packt an und gibt sein Bestes“, so AMS-Leiterin Sonja Marth.