Sexuelle Belästigung: Vorfälle in Pinkafeld häufen sich

Zwei Buben wurden beim Fußballderby sexuell belästigt. In der Vorwoche gab es laut einer Mutter weiteren Vorfall.

Erstellt am 30. September 2021 | 05:45
Sexuelle Belästigung häufen sich am Fußballplatz
Beim Fußballderby zwischen Pinkafeld und Oberwart kam es zu sexueller Belästigung eines Mannes gegenüber zwei Kindern. Der Ordnerdienst habe dies mitbekommen.   
Foto: Patrick Bauer

Am vergangenen Sonntag duellierten sich in der Fußball-Landesliga die Vereine aus Pinkafeld und Oberwart. Währenddessen kam es zur sexuellen Belästigung durch einen noch Unbekannten an zwei jungen Buben. „Er wollte den Kindern zwei, drei Euro geben, damit sie ihre Hosen runterziehen“, erklärte Pinkafeld-Obmann Mario Windhofer.

Ein Ordner habe dies mitbekommen. Via Facebook und Medien ( auch die BVZ berichtete, siehe hier ) wurde ein Rundruf gestartet um einerseits den Verdächtigen zu fassen, andererseits um die beiden Kinder und Eltern ausfindig zu machen.

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Zumindest das glückte bis Redaktionsschluss, wie der Obmann bestätigt: „Die Eltern samt Kinder haben sich schon bei der Polizei gemeldet. Danke für den Aufruf.“

„Personenkreis ist sehr eingegrenzt“

Noch machen sich Verein und Polizei Hoffnungen, den Tatverdächtigen zu finden. Auch durch Polizisten, die privat dem Spiel beiwohnten. In enger Absprache mit der Polizeidienststelle wurde am Dienstagmorgen dann das Facebook Posting verfasst. „Der Personenkreis ist sehr eingegrenzt und der Täter verhielt sich auch auffällig.“

Weiterer Vorfall in der Vorwoche

Nach einem Online-Bericht der BVZ meldete sich eine Mutter aus Pinkafeld, dessen Tochter ebenfalls in der Vorwoche in Pinkafeld — nicht am Sportplatz —sexuell belästigt wurde. Dabei soll es sich jedoch um eine andere Person handeln.

„Meine Tochter hatte Mittagspause in der Schule und sich mit einer Freundin einen Kebab geholt. Dort stand die ganze Zeit ein Typ herum und er folgte ihnen zuerst zum Supermarkt und dann auch in den Park. Dort hat er sie dann belästigt“, erklärte die Mutter.

Mitschüler wollte den Mädchen helfen

Er wolle mit ihr sexuelle Handlungen vollziehen, ein Mitschüler kam jedoch zur Stelle und versuchte den Aggressor mit einem Tritt in die Kniekehle zur Abkehr zu bewegen. „Er wollte, dass die Mädchen weglaufen können, da hat der Typ ihm aber eine Watsche gegeben. Meine Tochter hat dann die Polizei gerufen und diese hat ihn mitgenommen“, so die Mutter der Oberstufen-Schülerin.

Mutmaßlicher Täter schnell wieder frei

Doch bereits wenige Stunden später sei er bereits wieder auf freiem Fuß am alten Ort in der Nähe des Kebabstandes gewesen. Am Dienstag [Anm. der Vorwoche] habe die Mutter ihre Tochter zur Polizei wegen einer Aussage begleitet. Er sei bereits öfters auffällig geworden und „polizeibekannt“. Die Stadtpolizei wollte zu den laufenden Ermittlungen keine Aussage machen. „Die Angst bleibt aber“, so die Mutter.