Bildungscampus Oberwart nimmt Fahrt auf

Einstimmiger Beschluss für Neubau des Bildungscampus, der Volksschule, Musikschule und Kindergarten beinhalten soll.

Erstellt am 17. Dezember 2020 | 04:46
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Zahlreiche Mitglieder des UTC und ESV Oberwart ließen sich die Gemeinderatssitzung nicht entgehen. Der Grund: Die Abtretungsverträge ihrer Vereinsstätten aufgrund des neues Bildungscampus.
Foto: C. Fenz

In seiner letzten Sitzung hat sich der Gemeinderat für den Bau eines neuen Bildungscampus im Bereich der Mittelschule ausgesprochen. Der einstimmige Beschluss ebnet den Weg für das Ausschreibungsverfahren zur Neuerrichtung eines Zentrums für Bildung und Kinderbetreuung. In zwei Baustufen soll die Errichtung einer Volksschule samt Räumlichkeiten für Musikschule und Musikverein (Baustufe 1) sowie die Errichtung eines Kindergartens mit zehn Gruppenräumen samt Außenanlagen für alle Betreuungs- und Bildungseinrichtungen (Baustufe 2) erfolgen. Die Ausschreibungsunterlagen werden im Jänner 2021 veröffentlicht. Der Wettbewerb wird europaweit ausgeschrieben. Eine neunköpfige Jury soll dann eine Reihung vornehmen.

Ziel ist es, in der zweiten Jahreshälfte 2021 einen Planer gefunden zu haben, um im Frühling 2022 mit den vorbereitenden Maßnahmen beginnen zu können. „Um vorausschauend planen zu können, wurde bereits mit den Vereinsverantwortlichen des Union Tennisclub und dem Eisstockverein Oberwart Kontakt aufgenommen. Der Sportbetrieb bei den betroffenen Vereinen wird in jedem Fall in den kommenden zwei Jahren auf den jetzigen Standorten uneingeschränkt stattfinden können.

Eine Verlegung der Sportanlagen kann nur im Einvernehmen mit den Vereinen erfolgen“, heißt es dazu von Stadtchef Georg Rosner. Keine Einwände kamen in dieser Causa auch von SPÖ und FPÖ. „Wir wollen mit unserer Zustimmung ein Zeichen für die Attraktivierung des Standortes setzen“, heißt es von SP-Stadtrat Karl-Heinz Gruber. Sein Kollege Ewald Hasler ergänzte: „Wir haben den Bau schon 2015 gefordert.“ FPÖ-Gemeinderätin Barbara Benkö-Neudecker sprach angesichts des Beschlusses von einer „Bereicherung für die Stadt.“