Volksschüler lernten den Wald besser kennen. Im Rahmen des Projekts "Wald" verbrachten die Schülern der Volksschule Oberwart einige Tage im Wald - natürlich in Begleitung eines Waldpädagogen.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 23. März 2018 (09:11)

In Oberwart gibt es vier erste und fünf zweite Klassen. In jeder Klasse wird das Jahreszeitenprojekt „WALD“ gemeinsam mit ausgebildeten Waldpädagogen durchgeführt. Im Rahmen dieses Projektes finden vier Projekttage in einem benachbarten Wald statt, jeweils ein Tag in jeder Jahreszeit, um die Veränderungen der Natur im Wald beobachten zu können. Im Herbst ist Themenschwerpunkt das Abfallen der Blätter. Warum geschieht das? Wie ist das bei Nadelbäumen? Was machen die Tiere im Wald, wenn es kalt wird.

Im Winter liegt der Schwerpunkt bei den Schädlingen im Wald. Die Kinder dürfen einen von Schädlingen befallenen Baum fällen und zerkleinern. Dabei erkennen sie auch, wie schwer die Arbeit im Wald sein kann. Die Wege der Borkenkäfer unter der Rinde werden ebenso beobachtet wie morsches und faules Holz. Außerdem suchen die Kinder nach Spuren im Schnee und versuchen, diese den Tieren zuzuordnen.

Im Frühling sind die Kinder dann mit Stethoskopen ausgestattet, um das Wasser in den Bäumen zu hören, das durch den Stamm in die Äste fließt. Die Natur erwacht, viele Beobachtungsaufgaben sollen die Kinder dazu anregen, genauer hinzusehen.

Der Lehrausgang im Sommer hat dann zum Schwerpunkt das Thema „Umweltschutz“. Wie wichtig ist der Wald für unser Leben und was kann jeder Einzelne von uns tun, um den Wald zu erhalten – hier soll auch der Kahlschlag des Regenwaldes besprochen werden.

Die 3. Klassen machen ein Jahreszeitenprojekt zum Thema „Wasser und Umweltschutz“. Alle fünf dritten Klassen machen vier Lehrausgänge. Beim ersten Lehrausgang ist der Themenschwerpunkt das „fließende Gewässer“. Welche Tiere gibt es da? Wie wirken sich Fabriken auf fließende Gewässer und auf die Tiere aus? Welche Auswirkungen kann das Begradigen von Flüssen auf die Umwelt haben? Hochwasser und Hochwasserschutz.
Im Winter machen die Kinder Versuche zum Thema „Wasser und Wasserverschmutzung“. Wie wird das Wasser gereinigt?

Im Frühling wird dann ein „stehendes Gewässer“ besucht und auch hier werden die ökologischen Zusammenhänge besprochen. Im Sommer gibt es einen Lehrausgang zur „Willersdorfer Schlucht“. Dies ist eine besondere Schlucht mit geschichtlichem Hintergrund. Da kann man z.B. in der Erde Muscheln finden als Beweis dafür, dass früher einmal ein Meer in unserer Gegend war und vieles mehr. Die Kinder gehen einen ganzen Tag lang auf Entdeckungsreise.

Die fünf 4. Klassen machen ihr Jahreszeitenprojekt zum Thema „Klimaschutz“. Der erste Lehrausgang führt zu einem kleinen Fluss, der in einen See mündet. Dort werden Umweltkatastrophen wie Hochwasser, Muren- oder Lawinenverschüttung nachgestellt. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich Gedanken darüber machen, wie man Häuser und Menschen davor schützen kann. Es geht hier vor allem um das Verhindern von Rodungen von Bäumen für neue Schipisten oder für neue Weiden.
Im Winter gibt es auch bei diesem Thema Versuche, diesmal liegen die Schwerpunkte bei der Luftverschmutzung und deren Auswirkungen auf unser Ökosystem.

Im Frühling wird hier weiter gearbeitet. Im Freien finden Versuche statt, um den Kindern dieses Thema nachhaltig zu erklären, sodass ihnen die Wichtigkeit so bewusst wie möglich wird. Es wird ein Tornado in der Flasche nachgestellt, es wird mit Essig und Backpulver experimentiert und vieles mehr.

Im Sommer werden die Themenbereiche des Klimaschutzes noch einmal wiederholt und gefestigt und gemeinsam sollen Möglichkeiten von Lösungen noch einmal besprochen werden. Hier geht es auch um Öffentlichkeitsarbeit, die Kinder laden die Eltern ein, den Bürgermeister und Freunde, sie sollen am Ende des Lehrausganges mit den Ideen der Schülern zum Umwelt- und Klimaschutz konfrontiert werden.

In allen Klassen fanden die Lehrausgänge im Herbst und im Winter bereits statt. Die Lehrausgänge im Frühling und Sommer folgen noch.