Drei Konzepte werden vorgestellt: „20er“ für den Kurort. Neben dem Verkehrskonzept präsentiert Gert Polster mit dem Gemeinderat am Freitag das touristische Leitbild und das örtliche Entwicklungskonzept.

Von Daniel Fenz. Update am 10. Januar 2019 (15:13)
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Das neue Jahr bringt im Kurort einige Veränderungen, vor allem für Autofahrer. Monatelang wurde über das neue Verkehrskonzept verhandelt, jetzt hat man eine Lösung gefunden, die am Freitag (ab 18.30 Uhr im Kultursaal) der Bevölkerung präsentiert wird. Ebenso wird ein neues touristisches Leitbild und das örtliche Entwicklungskonzept dort vorgestellt und darüber diskutiert.

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So könnte das neue Konzept aussehen: Auf den Landesstraßen bleibt der 50er erhalten. Am Hauptplatz soll eine Begegnungszone entstehen, danach folgen 30er- und 40er-Zonen im Ort.

Bereits vorab sprach Gemeinderat Dietrich Wertz, Obmann des Verkehrsausschusses, der wesentlich an der Erstellung des Konzepts mitgearbeitet hat, mit der BVZ über die Neuerungen.

Am Hauptplatz soll eine Begegnungszone mit Tempolimit 20 entstehen, rund um den Kurpark gilt ein 30er, der restliche Bereich in der Gemeinde wird eine 40er-Zone werden. Einzig die zwei Landesstraßen in Richtung Jormannsdorf und bei den Hotels von Karl Reiter sollen 50er-Beschränkungen bleiben. „Wir hoffen, dass die Bevölkerung aktiv am Freitag teilnimmt und eventuell Wünsche und Beschwerden einbringt“, erklärt Wertz. Geht es nach dem Gemeindevorstand, dann sollte das von seiner Arbeitsgruppe erstellte Konzept Anklang finden und auch umgesetzt werden können.

„Konzept Grundlage für Flächenwidmungsplan“

Im Gemeinderat wurde übrigens schon im November des Vorjahres ein Beschluss für eine Änderung bezüglich Verkehrsrichtlinien beschlossen. Dieses Konzept wird von allen Parteien mitgetragen. „Wir binden hier die gesamte Bevölkerung ein. Sollte es keine Einwände geben, können wir das Konzept der Bezirkshauptmannschaft vorlegen“, erklärt Bürgermeister Gert Polster, der auf eine rasche Umsetzung hofft. „Vielleicht schon im Frühjahr“, so Polster.

Für den Bürgermeister ist die Neuregelung der Geschwindigkeitsbeschränkungen wichtig, mehr Diskussionen wird es für ihn jedoch beim touristischen Leitbild und beim örtlichen Entwicklungskonzept geben. „Das ist die Grundlage für den Flächenwidmungsplan neu. Ich denke schon, dass es hier einige Einsprüche von einzelnen Personen geben könnte.“

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Verkehrsausschuss: FPÖ-Gemeinderat Dietrich Wertz präferiert seine neue Variante.

Auch für ÖVP-Vizebürgermeisterin Barbara Baldasti ist das Verkehrskonzept gut durchdacht. „Vor allem verkehrsberuhigende Zonen sind wichtig“, erklärt Baldasti, die eher bei den Umwidmungen Probleme sieht. „Diese könnten schon die Gemüter erhitzen. Man muss sich aber klar darüber sein, dass sich die Menschen aufregen werden, falls es Rückwidmungen gibt“, kündigt sie eine hitzige Debatte am Freitagabend im Kurort an. Nach Meinung der Vizebürgermeisterin ist es auch nicht sinnvoll, Rückwidmungen durchzuführen.