Kurort will B50-Brücke. Nach der Aufregung über den geplanten Abbruch der Eisenbahnbrücke über die B50 legen die Bahnfreunde nach und gaben ein neues Gutachten in Auftrag.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 29. Juni 2018 (05:21)
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Geben die Hoffnung nicht auf. Die Bahnfreunde der Region haben ein neues Gutachten in Auftrag gegeben. Sie sind mit dem Befund „abbruchreif“ ganz und gar nicht zufrieden und wollen um den Erhalt der Brücke kämpfen.
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Nach Bekanntwerden des bevorstehenden Abbruchs der Eisenbahnbrücke über die B 50 gehen die Diskussionen weiter. Nach einem Treffen zwischen Baudirektor Wolfgang Heckenast und einem Vertreter der Eisenbahnfreunde, Herbert Glotz, wurde bekannt gegeben, dass zusätzlich zur Stahlbrücke auch die Fundamente entfernt werden sollen, weil sich diese angeblich in einem „desolaten Zustand“ befinden – dem widersprechen allerdings die Bahnfreunde.

„Der Abbruchbescheid basiert auf falschen Grundlagen, nämlich dass die Brücke abbruchreif sein soll“, behaupten die Befürworter der Nachnutzung. „Falls man den Abbruch in einer Nacht und Nebelaktion jetzt ohne weitere Untersuchungen rasch durchziehen will, ist das wohl seitens des Landes eine bewusste Politik der verbrannten Erde.“

Gemeinderat will Übernahme der Brücke

Ein neuer Aspekt zur aktuellen Diskussion kommt aus Bad Tatzmannsdorf. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde nämlich einstimmig beschlossen, dass die Museumsbahntrasse wieder zurück ins Gemeindeeigentum kommen soll. „Wir hoffen, damit ein Signal gegen den Abriss gesetzt zu haben“, sagt Bürgermeister Gert Polster. Seitens der Bahnfreunde wurde ein neues Gutachten in Auftrag gegeben, um die Betonfundamente auf ihren Zustand überprüfen zu lassen. Das Ergebnis? „Keine optischen Schädigungen durch Risse, die Stahlbetonbauteile der Brücke sind als ausreichend standsicher beurteilt.“