Nächtigungseinbruch durch Umbau?. Sinkende Tourismuszahlen werfen in Bad Tatzmannsdorf Fragen über die zukünftige Ausrichtung als Kurort auf.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 18. August 2019 (03:58)
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Hofft auf eine Verbesserung der Nächtigungen im Ort:Bürgermeister Gert Polster.

Die Nächtigungskurve im Kurort zeigt stetig nach unten. Waren es 2017 noch 530.000 Nächtigungen, sind die Zahlen im Vorjahr auf 512.000 gesunken. Auch im ersten Halbjahr 2019 lag das Minus bei 4,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Kein Grund zu Panik, sagen die Tourismusverantwortlichen. Sorgen muss man sich auch laut Bürgermeister Gert Polster aber noch nicht machen.

„Die Entwicklung ist auf Umbauarbeiten im größten Kurbetrieb zu erklären. Natürlich nehmen wir das nicht auf die leichte Schulter“, erklärt Polster. Man möchte auch im Rahmen der Kurkommission entgegensteuern und wird das Jubiläumsjahr 2020 (400 Jahre Bad Tatzmannsdorf) dazu nutzen, um die Nächtigungszahlen wieder zu verbessern.

Rosalienhof sperrt am 1. September wieder auf

Hinter vorgehaltener Hand hieß es zuletzt auch immer, dass es intern zu Meinungsverschiedenheiten im Kurort komme. Die einen wünschen sich weiterhin den Kurtourismus, die anderen zählen auf eine moderne Ausrichtung. Auch in der Kurkommission gab es zuletzt Veränderungen. Doris Schuch folgte Bernd Simon als Stellvertreterin von Obmann Gert Polster. Reduce-Direktor Leonhard Schneemann übernahm den Obmann von Martin Pinezich im Marketingverein, „da jeweils die Periode bei den scheidenden Personen endete“, so Polster.

Aktuell ist auch das Therapiezentrum Rosalienhof der BVA geschlossen, die Küche wird erneuert. Friedrich Weber sagte dazu: „Die Infrastruktur wird erneuert. Die ersten Patienten kommen ab 1. September zu uns, ab dann ist das Haus wieder geöffnet.“