Neubau: Windradblätter für die neue Brücke. Am Freitagnachmittag erfolgt der Spatenstich für den „Bahndammradweg“. Damit werden Bad Tatzmannsdorf und Oberschützen wieder verbunden.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 05. August 2021 (05:27)
Windradblätter für neue brücke
Errichtung geplant. 2018 wurde die alte Brücke abgerissen. Am Freitag
erfolgt der Spatenstich für eine neue Ära und Verbindung.
 
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Der geplante Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse nimmt Formen an. Auch eine im Jahr 2018 abgerissene Brücke über die B50 — die Bad Tatzmannsdorf und Oberschützen verbindet — wird damit wieder errichtet. Die neue Konstruktion könnte futuristischer nicht sein, denn die neue Brücke soll aus ausrangierten Windradblättern gebaut werden.

Nachnutzung für alte Windradblätter

Gruppenvorstand Josef Wagner erklärte auf Anfrage der BVZ: „Derzeit werden noch letzte Details ausverhandelt, in welcher Form die Windräder der Energie Burgenland zum Einsatz kommen.“ Während sich Bad Tatzmannsdorfs Ortschef Gert Polster noch bedeckt hält und auf den geplanten Spatenstich am kommenden Freitag hinwies, zeigte sich Oberschützens Bürgermeister Hans Unger gesprächsfreudiger: „Es stimmt, die Windräder sind im Gespräch. Ich habe auch schon einen Entwurf gesehen, wie dieser aussehen könnte. Damit gäbe es auch eine Nachnutzung für die Windräder“, begrüßt Unger die Idee. Auch Oberwarts Stadtchef Georg Rosner findet die Idee gut, aber „man muss auch berücksichtigen, dass die Brücke zumindest auch für kleinere landwirtschaftliche Fahrzeuge genützt werden muss.“

Auf Anfrage im Büro von Landesrat Heinrich Dorner verwies man auf den geplanten Spatenstich des „Bahndammradwegs“.

Martin Ochsenhofer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Südburgenland, sagte zum Thema Radweg und Verbindung der zwei Gemeinden: „Es sind zwei Brücken geplant, wobei diese durch ein gebrauchtes Windrad-Blatt getragen werden.“ Ochsenhofer berichtete auch davon, dass man seitens des Landes diese innovative Idee dankend angenommen habe: „Da spielt auch das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle. Windradblätter können nicht einfach geschmolzen werden, in Kombination mit dem Brückenbau wäre das aber eine Win-win-Situation.“

Die Pläne für die Brücke aus Windradblättern stammen übrigens vom Ziviltechnikerbüro „Woschitz Engineering“.