Projekt "Kreisverkehr" ist nun Geschichte. Bürgermeister Gert Polster stellte den Antrag, dass der Kreisverkehr doch nicht umgesetzt werden soll.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 01. August 2019 (14:26)
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Bald rollen hier die Bagger an: Dieser Kreuzungsbereich soll in der Zukunft durch einen Kreisverkehr entlastet und sicherer gemacht werden.
D. Fenz

Bei der letzten Gemeinderatssitzung am 26. Juni unterlief dem Gemeinderat ein Formalfehler (die BVZ berichtete). Mit Stimmen der ÖVP und FPÖ wurde ein Aufschub des geplanten Kreisverkehrs und eine Volksbefragung – gleichzeitig mit der Nationalratswahl – am 29. September beschlossen. Nachdem zeitgleich aber keine zweite Wahl oder Volksbefragung stattfinden darf, gab es unter der Woche eine Gemeinderatssitzung, wo der einzige Punkt Kreisverkehr behandelt werden musste.

Dabei wurde der Beschluss mit Stimmen der SPÖ und ÖVP aufgehoben, nur die Gemeinderatsmitglieder der Liste Jetzt enthielten sich der Stimme. „Dann stellte ich sofort den Antrag, dass wir den Beschluss vom Mai überhaupt aufheben und den Kreisverkehr nicht umsetzen und davon Abstand nehmen“, sagte Bürgermeister Gert Polster.

Schwimmbad gehört unbedingt saniert

Seine Argumentation zu diesem Schulterschluss: „Wir hätten, nachdem bei der ÖVP zwei Gemeinderäte fehlten, zwar die Mehrheit im Gemeinderat gehabt. Doch, nachdem ein großer Teil gegen das Projekt ist, wollte ich nicht mit aller Gewalt den Kreisverkehr umsetzen. Ich wollte mir hier auch kein Denkmal setzen“, so der Ortschef.

Auch, wenn er das Projekt weiterhin als sinnvoll betrachtet, aktuell ist der Kreisverkehr für den Ortschef gestorben. „Wir widmen uns jetzt anderen Projekten in der Gemeinde.“ Polster spricht dabei das Freizeitzentrum, Schwimmbad sowie die Volksschule – Sanierung oder Zubau – an. Diese Themen werden für die nächste Gemeinderatssitzung am 11. September vorbereitet.

„Wir widmen uns jetzt anderen Projekten in der Gemeinde.“

Ein besonderes Anliegen ist ihm dabei der Punkt Schwimmbad: „Wir sind dort bei der Technik bereits unter Zugzwang. Die alte Rutsche wurde schon abgebaut, bei der zweiten Rutsche wissen wir, dass sie keine TÜV-Zertifizierung mehr bekommt. Wenn wir nichts sanieren, steht sogar eine Schließung im Raum. Außerdem muss bis 2020 die geplante Photovoltaik-Anlage am Dach des Freizeitzentrums errichtet werden, sonst verfällt die Förderung vom Land Burgenland.“