Stichwahl: Baldasti und Polster kämpfen weiter

Von fünf Kandidaten kämpfen zwei weiter um den Bürgermeistersessel: Barbara Baldasti (ÖVP) gegen Gert Polster (SPÖ)-.

Daniel Fenz
Daniel Fenz Erstellt am 04. Oktober 2017 | 07:35
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Barbara Baldasti und Gert Polster
29,26 Prozent. Barbara Baldasti (ÖVP) ist stolz auf das Erreichte. Jetzt möchte sie natürlich Bürgermeisterin werden. 41,30 Prozent für Polster. SPÖ-Vizebürgermeister Gert Polster will sich um die Stimmen der FPÖ- und Liste Jetzt!-Wähler bemühen.
Foto: BVZ

Mit fünf Parteien und Bürgermeisterkandidaten war schon vor der Wahl für Spannung pur gesorgt – und spannend geht es weiter. Denn nach dem Wahlsonntag steht fest, dass Barbara Baldasti (ÖVP) und Vizebürgermeister Gert Polster (SPÖ) am 29. Oktober in einer Stichwahl gegeneinander antreten.

„Ich bin total überrascht, dass ich als Quereinsteigerin, Frau und Neuling so gut abgeschnitten habe“, erzählt die potenzielle Karner-Nachfolgerin Baldasti. „Ich glaube, dass mich am 29. Oktober viele Frauen wählen werden.“ Die SPÖ konnte an Stimmen zulegen und behält ihre sieben Mandate im Gemeinderat. Und Gert Polster holte auch noch 41,3 Prozent bei der Bürgermeisterwahl – damit geht er als Favorit ins Rennen am 29. Oktober. „Wir haben das achte Mandat nur knapp verpasst. Ich werde mich jetzt in den nächsten vier Wochen um die Stimmen der Liste Jetzt! und die FPÖ-Wähler bemühen“, erklärt Gert Polster.

„Arbeite mit Herz und Seele für meinen Ort“

Er bedankt sich bei allen Wählern, die ihm das Vertrauen geschenkt haben. „Meine Erfahrung, meine guten Kontakte, mein Netzwerk und die Tatsache, dass ich mit Herz und Seele für Bad Tatzmannsdorf arbeiten möchte, hat mir weitergeholfen.“ Polster weiß aber auch, dass er noch nicht gewonnen hat: „Jetzt warten wir gespannt auf den 29. Oktober.“ Nicht in die Stichwahl schafften es Dietrich Wertz von der FPÖ und Petra Simon (Liste Jetzt!). Wertz ist aber trotzdem stolz auf das Wahlergebnis.

440_0008_7053502_owz40dani_grwahl_jetzt_petra_simon_1_.jpg
Keine Stichwahl. Petra Simon (oben, Liste Jetzt!)
BVZ

„Ich bin sehr froh über den Wahlausgang, da wir unsere Position im Gemeinderat stärken konnten.“ Er möchte sich weiter für die Themen, auf die er im Wahlkampf gesetzt hatte, einsetzen. „Wichtig ist, dass es keine absolute Mehrheit gibt. Ich werde meine Arbeit im Gemeinderat für Bad Tatzmannsdorf fortsetzen.“

440_0008_7051595_owz40dani_ownord_wahl_tatz_wertz_3_.jpg
Keine Stichwahl.FPÖ-Spitzenkandidat Dietrich Wertz
BVZ

Petra Simon ist trotz der Niederlage motiviert, weiterzuarbeiten. „Leider sind die Machtapparate der großen Parteien sehr groß und wir haben kein Vorstandsmandat bekommen.“ Die Bad Tatzmannsdorferin bleibt Vorsitzende der Liste, gemeinsam mit ihr wird Manuela Hatzl künftig im Gemeinderat sitzen. Eine Sache bereitet ihr aber Kopfzerbrechen:

Erschüttert über die ungültigen Stimmen

„Erschüttert bin ich über die vielen ungültigen Stimmen.“ Von 1.330 Wahlberechtigten wählten 87 Personen „weiß“, bei der Bürgermeisterwahl waren es 19. Jetzt erwartet sie ein hartes Duell der beiden Großparteien: „Ich gehe davon aus, dass SPÖ und ÖVP sich nun um die anderen Lager kümmern werden. Wir geben weder für Baldasti noch für Polster eine Empfehlung ab, sondern bleiben die starke unparteiische Kraft in Bad Tatzmannsdorf.“