Weihnachtshaus-Betreiberin: „Der blanke Horror“. Sabine Gollnhuber kämpft gegen die Corona-Auflagen und dafür, dass sie ihr Weihnachtshaus in Bad Tatzmannsdorf heuer öffnen kann.

Von Carina Fenz. Erstellt am 25. Oktober 2020 (05:43)
Das Weihnachtshaus gibt es heuer zum 10. Mal. Ob sich die Tore öffnen, ist aufgrund der Coronakrise noch ungewiss.
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Das „berühmte“ Weihnachtshaus mit über 180 Figuren bis über neun Meter Höhe hat sich mittlerweile nämlich zu Europas größter privater Sammlung an aufblasbaren Weihnachtsfiguren entwickelt und soll heuer noch weiter wachsen. Mit den neuen, strengeren Maßnahmen der Bundesregierung, ist die Durchführung aber ungewiss. „Es ist der blanke Horror für mich. Ich kämpfe, wie eine Löwin gegen die Bürokratie, weil ich auch heuer meinen Garten für Besucher öffnen möchte, aber eine Genehmigung seitens der Behörden scheint unmöglich“, zeigt sich Gollnhuber enttäuscht.

Dabei, „wäre es gerade heuer so wichtig, Spenden für diejenigen zu sammeln, die es so dringend brauchen, wie noch nie“, erklärt die Bad Tatzmannsdorferin. „Wir hätten Registrierungs- und Maskenpflicht und haben extra einen elektronischen Schranken besorgt, der die Besucher zählt. Es würde ein Einbahnsystem geben, genug Abstand im 5.000 Quadratmeter großen Garten, aber das Problem sind die zugewiesenen Sitzplätze, die wir den Besuchern zwar bieten könnten, aber nichts bringen, weil die Gäste ja ohnehin nur zum Schauen da sind“, schildert Gollnhuber.

Sollte es keine Genehmigung geben, dann befürchtet Gollnhuber, dass „trotzdem viele Leute kommen und dann vor verschlossenen Toren stehen, ohne Abstand, einfach nur, weil sie auf die Tradition nicht verzichten möchten und das Haus ja trotzdem leuchten wird“, meint Gollnhuber.