Nächtigungs-Minus aufgrund der Baustellen-Situation. Der Rückgang hängt mit vielen Baustellen in Bad Tazmannsdorf zusammen. Gert Polster nimmt Stellung zu vorhandener Kritik.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 20. Februar 2020 (03:43)
Symbolbild
APA/Georg Hochmuth

Im Kur-, Tourismus- und Thermenort läuft laut einer Nachfrage an die BVZ angeblich nicht alles eitel Wonne ab. So erreichte die Redaktion im Zuge der Rubrik „Frag die BVZ“ eine Frage eines Bad Tatzmannsdorfer Gastronomen, der Kritik an der Gemeinde mit Bürgermeister Gert Polster, aber auch an Dietmar Lindau, dem Geschäftsführers des Vereines Regionalmarketing für Bad Tatzmannsdorf und Südburgenland sowie Leiter der Gästeinformation für Bad Tatzmannsdorf, übte.

Der Gastronom spricht in seinem Schreiben davon, dass die Marketingkonzepte gescheitert seien und man sich entscheiden müsse, ob man Wohn- oder Tourismusort in der Zukunft sein möchte. Er schreibt dabei auch „Brennt der Hut in Tatzmannsdorf?“ Laut Statistik sind die Nächtigungszahlen von 2012 (565.759) bis im letzten Jahr 2019 (501.940) stets nach unten gegangen. Bürgermeister Gert Polster nimmt zu den angesprochenen Vorwürfen Stellung: „Ich denke, dass diese Sache politisch motiviert ist. In den letzten Jahren gab es viele Baustellen im Ort, daher die angesprochene Entwicklung bei den Nächtigungszahlen.“ Polster glaubt, dass es schon heuer wieder aufwärts geht.

Im Juli findet die 400-Jahresfeier statt, „daher werden auch die Nächtigungszahlen wieder in die Höhe steigen.“ Er zieht das Minus im Vorjahr auf die Schließung des Therapiezentrums „Rosalienhof“ der BVA (Beamtenversicherungsanstalt) zurück. „Ich persönlich verstehe diese Unkenrufe nicht“, so Bürgermeister Gert Polster.

Dietmar Lindau nimmt ebenfalls Stellung zu den Vorwürfen: „Es ist klar, wenn der Rosalienhof drei Monate schließt und auch im Reduce Resort Umbauten vorgenommen werden, dass in Folge Übernachtungen verloren gehen. Heuer wollen wir ein Plus von 5,5 Prozent erreichen“, sagte Lindau. Das große Ziel sind 525.000 Nächtigungen. „Alle Baustellen sind beendet, wir sind gut aufgestellt.“